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Rätsel gelöst: So entsteht der Würfel-Kot von Wombats

Rätsel gelöst  

Weshalb Wombats Würfel ausscheiden

19.11.2018, 12:35 Uhr | dpa

Rätsel gelöst: So entsteht der Würfel-Kot von Wombats. Ein kleiner Wombat schaut aus dem Beutel seiner Mutter: Über den Geruch des Kots erkennen Wombats, wem welches Revier gehört. (Archivbild) (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Ein kleiner Wombat schaut aus dem Beutel seiner Mutter: Über den Geruch des Kots erkennen Wombats, wem welches Revier gehört. (Archivbild) (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Lange konnten Wissenschaftler ihn nicht erklären: den besonderen Kot von Wombats. Doch nun ist klar, weshalb die Tiere ihre Hinterlassenschaften in so einer ungewöhnlichen Form ausscheiden.

Wissenschaftler haben herausgefunden, wie Wombats ihren würfelförmigen Kot produzieren. Die molligen Beuteltiere mit den kurzen Füßen setzen dafür ihre unterschiedlich elastischen und beweglichen Darmwände ein.

Das berichtet das Forscherteam um Patricia Yang vom Georgia Institute of Technology auf einer Tagung der American Physical Society. Aus einer flüssigen Masse werde so am Ende des Wombat-Darms die ungewöhnliche, aber praktische Würfelform.

Die Forscherin hielt die Bilder von der Wombat-Kacke für einen Scherz

"Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil ich noch nie etwas so Merkwürdiges in der Biologie gesehen habe. Es war ein Rätsel", sagte Yang. Am Anfang habe sie gedacht, der würfelförmige Kot sei ein Scherz im Internet.

So sieht der Kot von Wombats aus: Die Naturwissenschaftlerin Patricia Yang fand heraus, dass die Tiere über ihre Ausscheidungen miteinander kommunizieren. (Quelle: dpa/P. Yang and D. Hu/Georgia Tech/AlphaGalileo)So sieht der Kot von Wombats aus: Die Naturwissenschaftlerin Patricia Yang fand heraus, dass die Tiere über ihre Ausscheidungen miteinander kommunizieren. (Quelle: P. Yang and D. Hu/Georgia Tech/AlphaGalileo/dpa)

Doch dann begann sie mit ihren Kollegen, die Verdauungstrakte von Wombats zu sezieren und zu untersuchen. Dafür nutzte das Team Tiere, die nach Verkehrsunfällen auf der Insel Tasmanien eingeschläfert worden waren.

Der Kot soll nicht wegkullern

Die knuffigen Vegetarier hinterlassen täglich 80 bis 100 der kleinen Klötzchen, um ihr Revier abzustecken und miteinander über Duft zu kommunizieren. Für die Häufchen wählen sie nach Angaben der Forscher gut einsehbare Orte, weil ihre Sehstärke gering ist. Je höher und besser platziert der Haufen ist, desto stärker lockt er andere Wombats an, um daran zu schnuppern und in Austausch zu treten. Hierfür wiederum spielt die Form des Kots eine entscheidende Rolle: Die Häufchen sollen nicht wegrollen, sondern an exponierten Orten kleine Stapel bilden.


Die Forscher hoffen, dass sich die neuen Erkenntnisse auch technisch nutzen lassen: "Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, Würfelformen herzustellen: durch Formen oder Schneiden", erläutert Yang. Möglicherweise ließen sich Würfelformen wie beim Wombat aber auch mithilfe von weichem Gewebe erzeugen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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