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Feuer in Lieberoser Heide gerät weiter außer Kontrolle

Von dpa, fas

Aktualisiert am 06.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Rauch steigt in den Himmel (Symbolbild): Seit Montag brennt es in der Lieberoser Heide.
Rauch steigt von einem Waldbrandgebiet in den Himmel. (Quelle: Robert Michael/dpa-bilder)
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In Brandenburg brennt es seit Tagen, das Feuer breitet sich weiter aus. Auch aus ökologischer Sicht eine Katastrophe: In dem Gebiet liegen Moore.

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide in Brandenburg hat sich auf etwa 50 Hektar ausgeweitet. Seit dem Dienstagmorgen habe sich der Brand von Moor- und Waldfläche um 37 Hektar vergrößert, die Löscharbeiten seien weiterhin in vollem Gange, wie der Landkreis Dahme-Spreewald am Dienstagabend mitteilte.

"Die Lage hat sich im Laufe des Tages dynamisch entwickelt. Schwierigkeiten macht uns der drehende Wind und die anhaltende Trockenheit. Auch die Wegbeschaffenheit wird immer schwieriger", sagte demnach Kreisbrandmeister Christian Liebe.

Seit Wochen kein Regen

267 Feuerwehrkräfte mit insgesamt 66 Fahrzeugen waren bei den Löscharbeiten am frühen Mittwochmorgen im Einsatz. Sie versuchen, das betroffene Gebiet einzugrenzen. "Wie sich das Feuer über den Tag entwickelt, ist weiterhin schwer zu sagen, aber wir vermuten eine moderate Brandausbreitung in nordöstlicher Richtung", erklärte ein Sprecher der Feuerwehr-Regionalstelle Lausitz.

Die Löscharbeiten gestalten sich vor allem wegen der andauernden Trockenheit schwierig. Seit Wochen habe es im Gebiet der Lieberose Heide nicht geregnet, weshalb vor allem die tiefen Bodenschichten sehr trocken und anfällig für die Flammen sind. Die Einsatzkräfte können das Gebiet nicht betreten, da es mit Munition belastet ist.

Experte: "Was dort passiert, tut mir in der Seele weh"

Doch damit hören die Probleme nicht auf: Die Lieberoser Heide ist ein Moor-Gebiet. Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, fürchtet dauerhafte Schäden für schützenswerte Tiere und Pflanzen. "Das, was dort passiert, tut mir in der Seele weh", sagte der Moor-Experte der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Es gingen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tierarten sowie Jahrhunderte alte Moor-Geschichte verloren. "Das ist ein absolut schmerzlicher Verlust auch für mich persönlich."

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Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg sichert nach eigenen Angaben vier ehemalige Truppenübungsplätze für den Naturschutz, unter anderem eine 3150 Hektar große Fläche in der Lieberose Heide. Auf der Fläche gebe es besonders schützenswerten Lebensraum mit Pflanzenarten wie der Rosmarinheide und drei seltenen Sonnentau-Arten, sagte Meißner.

Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften: "Ein absolut schmerzlicher Verlust."
Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften, schaut in die Kamera. (Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa-bilder)

Im Zuge des Klimawandels mit immer trockeneren und heißeren Sommern wird dem Experten zufolge auch die Brandgefahr immer größer. "Brennende Moore sind aus ökologischer Sicht ein riesiger Verlust. Wenn Torf dort verbrennt, verlieren sie Jahrhunderte oder gar Jahrtausende Moor-Wachstum." Moor könne auch nur bei einem anhaltenden Wasserüberschuss entstehen. Zudem sei es ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher (CO2).

"Wir müssen davon ausgehen, dass dieser Brand lange brennen kann", sagte Meißner. Im Jahr 2019 habe die Waldbrandwache nach einem Moorbrand über drei Monate gedauert, da es immer wieder Glutnester gegeben habe. Meißner forderte, auf Naturverjüngung zu setzen und einen größeren Anteil an Laubwald zu fördern. Auch Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel (Grüne) hatte einen schnelleren Umbau des Waldes mit deutlich mehr Laubbäumen gefordert.

Das Feuer in der Lieberose Heide war am Montag ausgebrochen. Schon in den Jahren zuvor hatten große Waldbrände in dem Naturschutzgebiet und ehemaligen Truppenübungsplatz gewütet.

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