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RBB-Affäre | Das sagt Patricia Schlesinger zu den Vorwürfen


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Das sagt Schlesinger zu den Vorwürfen

Von t-online, jmt

Aktualisiert am 16.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Patricia Schlesinger (Archiv): Als Intendantin des RBB wurde sie abberufen.
Patricia Schlesinger (Archiv): Als Intendantin des RBB wurde sie abberufen. (Quelle: Handelmann/imago images)
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Die Vorwürfe gegen Patricia Schlesinger wiegen schwer. Nun hat sie sich zu Details der Affäre geäußert. t-online fasst die Aussagen zusammen.

Die Causa Patricia Schlesinger hat den RBB in eine tiefe Krise gestürzt. Am Montag entschied der Rundfunkrat des Senders, die 61-Jährige mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Schlesinger war zuvor bereits selbst als ARD-Vorsitzende und RBB-Intendantin zurückgetreten.

Die Journalistin sieht sich inzwischen seit Monaten mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Das Portal "Business Insider" hatte den Fall ins Rollen gebracht. Es geht unter anderem um Vorwürfe der Vetternwirtschaft, angebliche Luxusanschaffungen, mutmaßliche Compliance-Verstöße sowie auch mutmaßliche Untreue und Betrug. Zu einzelnen Vorwürfen ermittelt sogar die Berliner Generalstaatsanwaltschaft.

Schlesinger selbst hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Am Montag nutzte sie dann die Gelegenheit, um vor dem RBB-Rundfunkrat konkret auf die Vorwürfe gegen ihre Person einzugehen. t-online hat ihre wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Vorwurf 1: Luxusumbau der Intendanz-Etage inklusive Massagesessel

Ein Bericht der "Bild"-Zeitung wirft Patricia Schlesinger vor, beim Ausbau der RBB-Intendanz-Etage auf übermäßigem Luxus bestanden zu haben. Hochwertige Parkettböden und Möbel – wie ein Massagesessel – hätten unnötige Kosten verursacht. Insgesamt kostete die Sanierung der Etage über 650.000 Euro, wie der RBB bestätigte.

Grund für den Umbau sei eine überfällige Schadstoff- und Brandschutzsanierung gewesen, betonte Schlesinger nach t-online-Informationen dazu vor dem RBB-Rundfunkrat. Hinsichtlich der Ausstattung und der Möbel erklärte Schlesinger, es habe "regelmäßige Jours Fixes" mit anderen Verantwortlichen gegeben.

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Der viel kritisierte Massagesessel sei nach ihren Angaben "plötzlich da" gewesen. Er sei durch die Leiterin der Intendanz für Mitarbeitende mit Rückenbeschwerden bestellt worden. "Der Sessel war für alle nutzbar. Auf meine Bitte wurde er ganz am Ende des Flurs in einem kleinen Raum aufgestellt." Schlesinger wies außerdem darauf hin, dass die Sanierungen anderer Etagen deutlich mehr gekostet hätten.

Vorwurf 2: Luxuriöser Dienstwagen

Auch zu den Vorwürfen, ihr Dienstwagen – ein Audi A8 – sei zu luxuriös ausgestattet und reize bestehende Regelungen nicht nur aus, sondern überdehne sie womöglich, äußerte sich Schlesinger nach t-online-Informationen am Montag.

Eine "gewisse Grundausstattung" sei bei den Dienstwagen üblich, da diese nach dem Verkauf als Jahreswagen verkauft würden, so Schlesinger. Um ein Auto zu leasen, stünden den Direktoren als Pauschale 500 Euro zu. Dieser Wert sei nicht überschritten worden.

Vorwurf 3: Private Abendessen auf RBB-Kosten

Besonders schwer wiegt die Anschuldigung, Schlesinger habe dem RBB private Abendessen in ihrer Wohnung in Rechnung gestellt. Mehrere Teilnehmer hatten Medien gesagt, die Treffen seien privat gewesen. Die 61-Jährige blieb nach t-online-Informationen jedoch auch am Montag weiter bei der Darstellung, die Essen seien dienstlich gewesen, um wichtige Persönlichkeiten miteinander zu vernetzen und den RBB besser bei sogenannten Multiplikatoren zu verankern.

Sie könne zwar verstehen, "dass einige Gäste das nicht als offizielles Format wahrgenommen" hätten. Es sei aber ein "Austauschformat" gewesen, in dem sie "eine der wichtigsten Aufgaben einer Intendantin gesehen" habe. Die Abendessen bei ihr zu Hause seien schlicht günstiger gewesen.

Vorwurf 4: Interessenkonflikte beim Bau des Digitalen Medienhauses

Dass das geplante Digitale Medienhaus mit 185 Millionen Euro deutlich teurer werden sollte als zunächst geplant, führt Schlesinger auf "Umplanungen und allgemeine Preissteigerungen" zurück. Man habe zuletzt noch versucht, die Kosten wieder zu drücken.

Zuvor waren in diesem Zusammenhang Vorwürfe möglicher Interessenkonflikte zwischen Schlesinger und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Messe Berlin laut geworden. Die 61-Jährige hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe alle Planungen zum Bau ruhen lassen. Wie es mit dem Bau weitergehen soll, darüber müsse künftig ihre Nachfolge entscheiden, so Schlesinger nach t-online-Informationen am Montag.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
Hintergrund zum Beitrag

Transparenzhinweis: Schlesingers Ehemann Gerhard Spörl schreibt als Kolumnist auch für t-online.

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Von Meike Kreil
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