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Verbrechen in Berlin: Mann engagiert aus Eifersucht Auftragskiller im Darknet


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Mann engagiert Auftragskiller im Darknet

Von t-online, yer

01.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Mann mit Pistole in der Hand (Symbolbild): Der vermeintliche Mordanbieter im Darknet stellte sich als Betrüger heraus.
Mann mit Pistole in der Hand (Symbolbild): Der vermeintliche Mordanbieter im Darknet stellte sich als Betrüger heraus. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer)
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Erst mit gebuchten Hexenflüchen, dann mit einem Auftragskiller: So soll ein Mann in Berlin versucht haben, seinen Schwarm für sich zu gewinnen.

In Berlin soll ein 28-Jähriger versucht haben, über das Darknet einen Auftragsmörder anzuheuern. Dabei fiel er aber offenbar auf einen Betrüger rein, der immer mehr Geld verlangte, ohne den Auftrag durchzuführen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 28-Jährigen erhoben, wie sie jetzt mitteilte. Der Vorwurf: Versuchte Anstiftung zum heimtückischen Mord aus Habgier.

Laut Beschreibung der Staatsanwaltschaft hat der Tatverdächtige aus Eifersucht gehandelt. 2020 soll er sich in einen Mann verliebt haben, der dies aber nicht erwiderte – und sich in einer festen Beziehung mit einem anderen Mann befand.

Berlin: Mordplan aus unerwiderter Liebe

Zuerst habe der 28-Jährige versucht, die Liebe seines Schwarms mit "Hexenflüchen" zu gewinnen, die er im Internet buchte. Als das erfolglos blieb, soll er im Februar 2022 schließlich beschlossen haben, den Partner des Mannes töten zu lassen, um ihn dann für sich zu gewinnen.

Über das Darknet soll er sich dann bei einer Webseite registriert haben, die angab, Auftragsmorde zu vermitteln. Dort habe er Name, Adresse, eine Personenbeschreibung und Fotos des geplanten Opfers hochgeladen. Sein Wunsch: Der Mord solle wie ein Unfall oder ein Raub aussehen.

Anschließend entspannen sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft "die klassischen Maßnahmen eines Betruges im Internet". Immer wieder habe der 28-Jährige Geld in Bitcoin an den Mordanbieter transferiert, immer wieder sei er mit Ausreden vertröstet worden. Am 21. März 2022 sei ihm etwa erzählt worden, dass der bereits beauftragte Mörder verhaftet worden sei. Gegen eine Erhöhung des Lohnes könne jedoch ein anderer einspringen. Auch darauf sei der 28-Jährige eingegangen.

Killer mit Namen "Felix Fleischer" beauftragt

Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Tatverdächtige bereits Bitcoin im Wert von 24.000 US-Dollar transferiert haben. Als weiterhin kein Mord geschah, soll er sich am 3. April wegen "Nichterfüllung des Vertrags" beschwert haben – und die Beauftragung eines neuen Killers mit dem Namen "Felix Fleischer" gefordert.

Einen Tag später soll der Administrator der Webseite dem 28-Jährigen offenbart haben, dass er auf einen Betrug hereingefallen sei. Geld zurück bekomme er keines, er könne sich aber selbst auf der Webseite als vermeintlicher Auftragskiller anbieten und so Leute betrügen. Auf das Angebot soll er laut Staatsanwaltschaft eingegangen sein – und gleichzeitig im Darknet nach echten Auftragskillern gesucht haben, die seinen Auftrag doch noch ausführen.

Die Polizei kam dem Mann offenbar nicht selbst auf die Spur. Laut Staatsanwaltschaft recherchierte eine Investigativ-Journalistin den Fall und übermittelte ihre Erkenntnisse an die Behörden. Daraufhin sei der Mann festgenommen worden. Seit 9. April befinde er sich in Untersuchungshaft.

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Verwendete Quellen
  • berlin.de: Pressemitteilung der Berliner Generalstaatsanwaltschaft vom 1.9.2022
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