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Brutales Hirsch-Video sorgt für Aufsehen – was steckt dahinter?


Was steckt dahinter?
Mann sticht auf hilflosen Hirsch ein – Video sorgt für Aufsehen

Von t-online, MAS

Aktualisiert am 24.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Ein Rothirsch steht im Wald (Symbolbild): In einem verstörenden Video ist die Tötung eines Tiers zu sehen.Vergrößern des BildesEin Rothirsch steht im Wald (Symbolbild): In einem verstörenden Video ist die Tötung eines Tiers zu sehen. (Quelle: Federico Gambarini/Archiv/dpa-bilder)
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Ein Video sorgt für Aufsehen: Ein Mann tötet anscheinend grundlos einen Hirsch auf brutale Weise. Doch was steckt dahinter?

Ein Rothirsch steckt in einem Gartenteich fest und versucht immer wieder, sich zu befreien, rutscht aber mehrfach an der Böschung ab. Dann geht ein Mann ins Wasser, packt das Hirschgeweih und sticht mit einem Messer auf das Tier ein. Das Wasser färbt sich blutrot, nach einem minutenlangen Todeskampf stirbt der Hirsch.

Diese Szenen sind in einem knapp sechsminütigen Video zu sehen, das in den sozialen Medien kursierte, wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) berichtet. Doch so brutal wie die Szenen auch wirken – offenbar handelt es sich um einen natürlichen Akt.

Laut "RND" habe sich der Vorfall am 8. Januar im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg ereignet. Der Mann in dem Video sei ein Jäger, der den Hirsch von seinen Qualen erlöst habe.

Videoszenen zeigen Alltag von Schweißhundeführern

Wie der Anwalt des Jägers, Heiko Granzin, gegenüber der "Märkischen Zeitung" angibt, sei der Rothirsch bei einer Jagd am Hinterlauf getroffen worden und daraufhin in den nahegelegenen Gartenteich eines Revierpächters geraten. Aufgrund der Verletzung sei das Tier dort aber nicht wieder herausgekommen. Der Jäger, der dann im Video auftaucht, sei ein anerkannter Schweißhundeführer. Laut "RND" kommen diese mit ihren speziell ausgebildeten Hunden zum Einsatz, wenn Wildtiere nach Unfällen oder bei der Jagd qualvoll verletzt werden.

Wie Heiko Granzin gegenüber "RND" berichtet, seien die Szenen im Video Alltag dieser Hundeführer, würden aber trotzdem für Aufsehen worden. Deshalb habe er eine Erklärung verfasst, damit das für viele schockierende Video nicht missverstanden wird.

Jäger kommt seiner Pflicht nach

Darin heißt es, dass die Verletzung für den Hirsch nach einem mehrtägigen Leiden "unvermeidlich tödlich verlaufen" wäre. Es sei gesetzliche Pflicht des Jägers gewesen, das Tier so "schnell wie möglich zu töten", sonst hätte er gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Ein erlösender Schuss aus dem Gewehr sei aufgrund der dichten Bebauung und Schaulustiger in dem Gebiet nicht möglich gewesen, erklärt Granzin.

Wie die "Märkische Zeitung" berichtet, sieht auch der Brandenburger Jagdverband in dem Video keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. "Meiner Einschätzung nach hatte der Jäger in dieser Situation keine andere Möglichkeit, den Hirsch zu erlösen", so der Verbands-Geschäftsführer.

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