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Berlin: Neues Musical der BVG – so lief die Premiere vom "Tarifzone Liebe"


Wie finden Sie das Musical der Berliner Verkehrsbetriebe?

Von dpa
Aktualisiert am 05.12.2023Lesedauer: 2 Min.
"Bus-tav" auf der Bühne beim BVG-Musical: Regie führte Christoph Drewitz.Vergrößern des Bildes"Bus-tav" auf der Bühne beim BVG-Musical: Regie führte Christoph Drewitz. (Quelle: PR/Photo by Isa Foltin/Getty Images for BVG)
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Die BVG ist bekannt für ihre Selbstironie und auffällige Marketingkampagnen. Nun bringt sie ihr eigenes Musical "Tarifzone Liebe" auf die Bühne.

Hier fahren Bus, U-Bahn und Tram nicht auf Gleisen oder der Straße, sondern auf Inline-Skatern und Rollern. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am Montagabend zum ersten Mal ihr Musical "Tarifzone Liebe – die Gefühle fahren Straßenbahn" im Admiralspalast in Mitte gezeigt. Die rund einstündige Liebesgeschichte zwischen der Tram "Tramara" und Fahrgast Alexander nimmt den Berliner Nahverkehr mit vielen humorvollen und flachen Wortwitzen aufs Korn. Und ist laut BVG-Angaben getreu dem Slogan "Weil wir dich lieben" eine Liebesbotschaft an Berlin.

Tramara bringt mit ihren Freunden – der berlinernden U-Bahn "U-Laf" und dem Linienbus "Bus-Tav" – täglich die Menschen in Berlin von A nach B. Unterstützt werden sie von der "Fahraus-Weise", einem sprechenden Fahrscheinautomaten, der immer eine schlaue "Fahrausweisheit" parat hat. Zum Beispiel: "Alles hat ein Ende, nur die Tram hat zwei". Tramara verliebt sich in ihren Fahrgast Alexander und macht sich auf die Suche nach ihm – doch als sie ihn findet, beschwert er sich über die "Öffis" und die eigensinnige Tram kehrt Berlin den Rücken zu.

Bus 100 ist die "Aida des Nahverkehrs"

Die Geschichte spielt auch auf viele Eigenheiten des Berliner Nahverkehrs an – so ist im Musical etwa die Buslinie 100, die Touristen gerne zum Sightseeing nutzen, die "Aida des Nahverkehrs". Und in Bus und Bahn lassen die Fahrgäste immer wieder Gegenstände wie eine Peitsche oder ein Gebiss liegen.

Für das Stück wurden laut BVG-Angaben neun Songs eigens komponiert und getextet. Die rund 2.600 Tickets für die beiden Vorstellungen am Montag und Dienstag waren demnach innerhalb von 24 Stunden ausverkauft. Auf YouTube zeigte die BVG die Premiere live. Die Aufzeichnung davon können Sie sich hier ansehen:

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Entwickelt wurde "Tarifzone Liebe" vom Marketingteam der BVG in Zusammenarbeit mit einer Kreativagentur aus Hamburg. Regie führte Christoph Drewitz («Ku'damm 56» am Theater des Westens).

 
 
 
 
 
 
 

Viele BVG-Kampagnen gehen im Internet "viral"

Christine Wolburg, Bereichsleiterin Vertrieb und Marketing bei der BVG, sagte am Montagabend, der Ton in Berlin sei schon deutlich rauer geworden in den vergangenen Jahren. Mit dem Stück wolle man ein Zeichen für mehr Zusammenhalt, Rücksichtnahme und gegenseitige Wertschätzung setzen. Dass diese Botschaft nun als Musical daherkommt, ist eigentlich nicht allzu überraschend. Die BVG ist bekannt für auffällige PR-Kampagnen und auch dafür, sich selbst gerne mal auf die Schippe zu nehmen.

Viele Aktionen sorgen im Internet für Reichweite. Einige Beispiele: Der U-Bahn-Rap "Is' mir egal" aus dem Jahr 2015 wurde bei YouTube fast 15 Millionen Mal aufgerufen. Auch das Musikvideo zu "Du warst noch niemals ..." – angelehnt an Udo Jürgens' Klassiker "Ich war noch niemals in New York" – zählt seit Februar mehr als zwei Millionen Klicks. Der umgedichtete Song will Menschen dazu bewegen, mit dem Deutschlandticket durchs Land zu reisen – oder auch in die Hauptstadt: "Du warst noch nie am Ostbahnhof, du kamst noch nie ins Berghain rein. Komm' sei verrückt und besuch' uns in Berlin."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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