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Charité in Berlin alarmiert: Immer mehr Kinder rauchen E-Zigaretten


Charité alarmiert
Immer mehr Kinder rauchen E-Zigaretten: "Großer Risikofaktor"

Von t-online, nhe

18.01.2024Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau raucht eine E-Zigarette (Archivbild): Die Charité warnt Jugendliche vor der Nutzung von Vapes.Vergrößern des BildesEine Frau raucht eine E-Zigarette (Archivbild): Die Charité warnt Jugendliche vor der Nutzung sogenannter Vapes. (Quelle: Pond5 Images/imago-images-bilder)
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Kinder und Jugendliche greifen immer häufiger zu E-Zigaretten. Die Charité in Berlin ist alarmiert und startet ein Präventionsprojekt.

Die Charité in Berlin warnt vor der steigenden Zahl rauchender Kinder und Jugendlicher. Seit 2021 habe sich der Anteil der rauchenden 14- bis 17-Jährigen (rund 16 Prozent) fast verdoppelt, verweist die Klinik auf Ergebnisse der DEBRA-Studie aus dem Jahr 2022. Besonders problematisch seien E-Zigaretten und Vapes: Jedes vierte Schulkind habe bereits Erfahrungen damit gemacht. Es gebe einen Hype um diese Produkte, so die Charité.

"Anders als Tabakzigaretten sind Vapes bunt, riechen angenehm und schmecken süß", sagt Marina Hinßen. Sie ist Leiterin des Präventionsteams der Charité und verfolgt das Ziel, dass Kinder langfristig rauchfrei bleiben. Mit Workshops in dem neuen Projekt "nachvorn" sollen Schüler auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden. Denn auch das Rauchen von E-Zigaretten könne zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenschäden oder sogar Krebs führen. Das Rauchen von E-Zigaretten und Vapes sei ein "großer Risikofaktor", wie der ärztliche Direktor des Deutschen Herzzentrums an der Charité, Volkmar Falk, hinzufügt.

Projekt "nachvorn" geht an die Schulen in Berlin

"Je früher Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen beginnen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie abhängig werden und noch als Erwachsene regelmäßig rauchen", so Prof. Gertraud Stadtler. Sie leitet das Projekt "nachvorn", welches insbesondere Kinder in der fünften Klasse im Alter von zehn und elf Jahren ansprechen möchte.

In insgesamt drei Workshops werde sowohl über die Gesundheitsrisiken des Rauchens aufgeklärt, als auch das Selbstvertrauen der Kinder und die Problemlösung gestärkt, so die Charité. Auch geschlechterspezifische Faktoren sollen in dem Projekt eine Rolle spielen. Mitarbeitende des Projektes hätten zudem untersucht, warum Jugendliche überhaupt rauchen. "Dabei hat sich gezeigt, dass es bei Jungs oft um Coolness, Status und Dazugehören geht, während bei Mädchen eher Stress- oder Problembewältigung als Grund genannt werden“, so Hinßen.

Insgesamt 26 Schulen mit rund 1.500 Kindern in Mitte, Reinickendorf, Spandau, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg nehmen laut der "B.Z." bis 2025 an dem Programm teil. Es wird von der Deutschen Herzstiftung mit rund 350.000 Euro gefördert.

Verwendete Quellen
  • charité.de: Pressemitteilung vom 17. Januar 2024
  • bz-berlin.de: "Immer mehr Kinder sind süchtig nach E-Zigaretten und Vapes!"
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