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Berlin: Prozess um Mord in Köpenick platzt wegen Tod des Angeklagten


Er soll seine Geliebte erdrosselt haben
Prozess geplatzt: Mutmaßlicher Mörder ist tot


26.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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imago images 111940097Vergrößern des Bildes
Wachturm der JVA Moabit: Hier befand sich der Angeklagte bis zu seinem Tod in U-Haft. (Quelle: Jürgen Held/imago-images-bilder)

In Berlin sollte ein 62-jähriger vor Gericht stehen, der seine Geliebte mit einem Kabel erdrosselt haben soll. Kurz vor Prozessbeginn starb der Angeklagte.

In Berlin ist ein Mordprozess kurz vor dem Auftakt geplatzt, weil der Angeklagte verstorben ist. Das bestätigte eine Sprecherin der Berliner Strafgerichte t-online auf Anfrage.

Der Prozess gegen den 62-jährigen Lothar R. sollte am 20. Februar vor dem Berliner Landgericht beginnen, insgesamt waren 14 Verhandlungstage angesetzt. Einen Tag vor dem Prozessauftakt teilte die Pressestelle der Strafgerichte zunächst ohne Angabe von Gründen mit, dass die Termine aufgehoben seien.

Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte t-online, dass R. am 19. Februar in der JVA Moabit verstorben sei. Dort befand er sich in Untersuchungshaft. Die genaue Todesursache sei noch unklar, da noch kein schriftliches Obduktionsgutachten vorliege.

85-Jährige in Berlin-Köpenick ermordet

Es ist das Ende eines Falls, der im Sommer 2023 die Hauptstadt bewegte. In einem Einfamilienhaus am Waldrand in Köpenick fanden Nachbarn am Abend des 16. August die Leiche einer 85-jährigen Frau. Für die Polizei war schnell klar, dass sie umgebracht worden sein musste.

Die Ermittlungen der Mordkommission führten bereits nach kurzer Zeit zu einer Festnahme: Am 18. August wurde Lothar R. in der Nähe von Bayreuth festgenommen. Er kam in Untersuchungshaft.

Täter soll sein Opfer mit einem Kabel erdrosselt haben

Mit der Anklageerhebung im Dezember veröffentlichte die Staatsanwaltschaft neue Details des Falls. R. führte demnach eine Beziehung zu einer 88 Jahre alten Frau. Nebenher soll er eine heimliche Affäre mit dem späteren Mordopfer gehabt haben.

Wenige Tage vor der Tat soll seine Lebensgefährtin herausgefunden haben, dass R. eine Affäre hatte. Laut Staatsanwaltschaft fand sie auf seinem Mobiltelefon "kompromittierende Kurznachrichten" an die 85-Jährige. Als sie ihn damit konfrontierte, soll er die 88-Jährige gewürgt und ihr Hämatome am Hals zugefügt haben.

Am 16. August soll R. dann mit einem Blumenstrauß das Haus seiner mutmaßlichen Geliebten aufgesucht haben. Nachdem sie ihn hereingebeten hatte, soll er sie mit einem Kabel erdrosselt haben. Die Anklage lautete auf heimtückischen Mord. Laut Staatsanwaltschaft konnte das Opfer nicht mit einem Angriff rechnen. Auch, weil der Täter ihr Blumen mitgebracht haben soll.

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei der Pressestelle der Berliner Strafgerichte
  • Anfrage bei der Pressestelle der Berliner Generalstaatsanwaltschaft
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