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Berlin: Kokain weiter auf Vormarsch – Zahlen steigen dramatisch


Drogen
Zahl der Kokain-Delikte in Berlin explodiert

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 05.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Eine Frau zieht Kokain in die Nase (Archivbild): In Berlin nimmt der Konsum der Droge offenbar stetig zu.Vergrößern des BildesEine Frau zieht Kokain in die Nase (Archivbild): In Berlin nimmt der Konsum der Droge offenbar stetig zu. (Quelle: Annebel Van den Heuvel/imago-images-bilder)
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Berlins Polizei registriert einen ungewöhnlich starken Anstieg bei Kokain-Delikten. Während andere Drogen stabil sind, explodieren hier die Zahlen.

In Berlin hat die Polizei einen kontinuierlichen Anstieg der Kokain-Delikte festgestellt. Im Gegensatz zu anderen Drogen wie Cannabis, Ecstasy und Heroin, die über die Jahre ein schwankendes Bild in den Straftaten darstellten, zeigen die Fälle im Zusammenhang mit Kokain eine klare Tendenz: Sie nehmen stetig zu. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken hervor.

Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 16.000 Verstöße gegen das Rauschgiftverbot wurden von der Polizei im vergangenen Jahr registriert, wobei insgesamt 12.760 Verdächtige erfasst wurden. Hierbei handelte es sich in rund 3.600 Fällen um Handel und Schmuggel.

Speziell beim Thema Kokain wurden im vergangenen Jahr 2.043 Fälle bearbeitet. Verglichen mit den Vorjahren ist dies ein signifikanter Anstieg: 2021 gab es etwa 1.700 Fälle, 2019 rund 1.300 und im Jahr 2017 unter 900 Fälle. Innerhalb von sechs Jahren haben sich diese Zahlen mehr als verdoppelt.

Kokainhandel drastisch gestiegen

Auch die Statistiken zum Handel und Schmuggel von Kokain verdeutlichen das Wachstum: Waren es im Jahr 2017 noch circa 300 erfasste Straftaten, stiegen diese bis auf 1.186 Fälle im vergangenen Jahr an.

Im Vergleich dazu zeigt sich bei anderen Drogen keine solch starke Zunahme: Bei Cannabis waren es 2023 7.263 Verstöße, bei Heroin etwa 600 – hier waren die Zahlen vor einigen Jahren noch nahezu doppelt so hoch. Amphetamine wurden insgesamt in 966 Fällen registriert, inklusive 318 Fällen mit Ecstasy und 233 mit Crystal Meth.

Kokain: Vom Luxus zur Partydroge

Kokain hat sich in den vergangenen 10 bis 15 Jahren von einer exklusiven Schickeria-Droge zu einer gängigen Partydroge gewandelt und wird sowohl in größeren Städten als auch in kleineren Gemeinden konsumiert.

In Berlin kann man mittlerweile Kokain einfach über den Telegram-Messenger bestellen – Tag und Nacht steht dieser Lieferservice zur Verfügung. Obwohl die Polizei regelmäßig sogenannte "Koks-Taxis" stoppt, findet der Drogenhandel schnell Ersatz für seine Fahrer. Das Rauschmittel gelangt meist über Containerschiffe aus Süd- und Mittelamerika nach Rotterdam, Antwerpen oder Hamburg und wird von dort aus europaweit distribuiert.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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