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Bushido über Abou-Chaker-Clan: Toteschläger waren "Standardrepertoire"


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Bushido über Abou-Chaker: Totschläger waren Standard

Von dpa
Aktualisiert am 16.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte Arafat Abou-Chaker geht in Berlin in das Gerichtsgebäude: Der Rapper Bushido hat am 14. Prozesstag über Waffen im Umfeld des Clans gesprochen.
Der Angeklagte Arafat Abou-Chaker geht in Berlin in das Gerichtsgebäude: Der Rapper Bushido hat am 14. Prozesstag über Waffen im Umfeld des Clans gesprochen. (Quelle: Wagner/imago-images-bilder)
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Im Prozess gegen Angehörige des Abou-Chaker-Clans hat der Rapper Bushido Aussagen zu deren Waffengebrauch gemacht. Im Tourbus sei demnach eine scharfe Waffe dabei gewesen.

Der Rapper Bushido hat im Prozess gegen seinen langjährigen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker im Berlin von einer Schusswaffe gesprochen, die er im Umfeld des Clanchefs wahrgenommen habe. Vor allem einer der Brüder von Arafat A.-Ch. habe die aus seiner Sicht scharfe Waffe getragen, sagte der Musiker am Montag vor dem Landgericht Berlin.

"Waffen spielten eine Rolle", so der Zeuge mit dem bürgerlichen Namen Anis Ferchichi. Bei Touren seien "Dinge wie Totschläger Standardrepertoire gewesen". Er selbst aber habe nie eine Waffe bei sich geführt. "Ich bin Pazifist", so der 42-Jährige.

Waffe im Tourbus gesehen

Von einer Schusswaffe wisse er, sagte Bushido weiter. Er habe sie bei einer Fahrt im Tourbus gesehen. Aus seiner Sicht habe es sich nicht um eine Schreckschusswaffe gehandelt. Das habe er aus Äußerungen geschlossen. "Würde es Stress mit irgendwelchen Gruppierungen geben, sei man handlungsfähig", habe es geheißen.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido (Archivbild): Er ist auch Nebenkläger im Prozess.
Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido (Archivbild): Er ist auch Nebenkläger im Prozess. (Quelle: Zinken/dpa-bilder)

Der Rapper ist in dem Verfahren Zeuge und Nebenkläger. Die Anklage geht davon aus, dass es zu Straftaten zu seinem Nachteil gekommen sei, nachdem Bushido 2017 die langjährigen Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen. Bushido soll bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein. Dem 44-jährigen Clanchef werden unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind mitangeklagt.

Clanchef war "sehr dominant"

Bushido steht seit Ende August im Zeugenstand. Er hatte die Beziehung zu Arafat A.-Ch. mit einer "Zwangsheirat" verglichen. Der Clanchef habe an ihm viel verdient. "Sehr dominant" sei Arafat A.-Ch. aufgetreten, schilderte Bushido am inzwischen 14. Prozesstag weiter. Auf ihren Touren sei es auch zu Gewalt gekommen. Arafat A.-Ch. habe sich aber "nicht selber die Hände schmutzig gemacht".

Der Prozess wird am 18. November fortgesetzt. Wegen einer Corona-Infektion von Bushido war zuvor eine zweiwöchige Zwangspause eingelegt worden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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