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Prozess in Berlin: Bushido wollte mit Millionen-Summe seine Familie schützen


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Bushido wollte mit Millionen-Summe seine Familie schützen

Von dpa
Aktualisiert am 13.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Rapper Bushido sitzt zu Beginn eines Prozesses im Gerichtssaal (Archivbild): Am zwöften Prozesstag erklärte der Rapper, dass er seine Familie schützen wollte.
Der Rapper Bushido sitzt zu Beginn eines Prozesses im Gerichtssaal (Archivbild): Am zwöften Prozesstag erklärte der Rapper, dass er seine Familie schützen wollte. (Quelle: Paul Zinken/dpa-bilder)
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Im Prozess zwischen dem Rapper Bushido und dem Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker wurden erneut Zeugenaussagen angehört. Bushido erklärte vor dem Gericht, warum er fast zwei Millionen Euro an den Clanchef zahlen wollte.

Der Rapper Bushido wollte seinem Ex-Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker nach eigener Aussage 1,8 Millionen Euro Trennungsgeld nur zahlen, um seine Familie zu schützen. "Auf juristischer Ebene hätte ich ihm keinen Cent angeboten", sagte der Musiker am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht als Zeuge. "Ich habe nie gedacht, dass er einen Anspruch hat", betonte der 42-Jährige in schwarzer Jacke, auf deren Rücken der Spruch prangte: "Leave me alone". Bushido wurde wieder von Personenschützern in den Gerichtssaal gebracht.

In dem Prozess gegen den Berliner Clanchef Abou-Chaker (44) und drei seiner Brüder geht es um Straftaten zum Nachteil Bushidos, nachdem dieser die Geschäftsbeziehungen zu dem Mitglied einer arabischstämmigen Großfamilie aufgelöst habe. Bushido ist auch Nebenkläger im Prozess. Seit mehr als zwei Jahren bekommen auch seine Frau und Kinder Personenschutz, sein Leben sei seitdem ein anderes, so Bushido.

Angebotene Summe zu gering

Laut Anklage habe Abou-Chaker die Trennung nicht akzeptieren wollen und von Bushido die Zahlung von angeblichen Schulden und die Beteiligung an dessen Musikgeschäften in Millionenhöhe verlangt. Die von Bushido angebotene Summe soll er als zu gering abgelehnt haben. Der Musiker sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

Arafat Abou-Chaker werden Freiheitsberaubung, Beleidigung, versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen.

Bushido sagte am zwölften Tag seiner Befragung, er habe es hingenommen, dass Abou-Chaker bei dem Treffen die Tür abgeschlossen habe. Sein Ex-Partner sei "förmlich explodiert", habe ihn als Verräter und Lügner beschimpft und bedroht. "Er hatte nicht vorgehabt, die Trennung zu erlauben." Abou-Chaker habe gesagt, er gehöre ihm, so Bushido. "Es ist eine Illusion, dass er mich gemacht hat."

"Er wollte mich einschüchtern"

In seiner Familie sei Abou-Chaker die treibende Kraft, die Brüder hätten nichts zu sagen, schilderte Bushido. Er sei ein Profi, der jedem seine Rolle zuteile. Vor dem auf ihn selbst zufliegenden Stuhl habe er sich wegducken können, so der 42-Jährige. Er habe Angst gehabt. "Er wollte mich einschüchtern, mich psychisch in der Mitte durchbrechen." Die Beschimpfungen seien ehrverletzend gewesen, das "hat mir die Tränen in die Augen getrieben".

Die Verteidigung bezweifelte die Angaben Bushidos zu dem Treffen in dem Büro im Januar 2018. Es sei dort zu keinem körperlichen Angriff auf den Musiker gekommen. Es gebe auch keine anderen Zeugen. Weitere Verhandlungstage sind zunächst bis Ende April vorgesehen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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