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Mann gesteht Serie von Vergewaltigungen

Von dpa
Aktualisiert am 17.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Der Angeklagte wollte sich zum Prozessauftakt nicht für die Medien vorführen lassen. Er hat allerdings alle Taten gestanden.
Der Angeklagte wollte sich zum Prozessauftakt nicht für die Medien vorführen lassen. Er hat allerdings alle Taten gestanden. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa-bilder)
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Nach einer Serie von Vergewaltigungen junger Frauen hat der Verdächtige zum Prozessauftakt die Taten gestanden. Die Fälle hatten im vergangenen Jahr in Berlin und Brandenburg für Aufsehen gesorgt.

Nach einer Serie von Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg im Sommer 2020 wird dem mutmaßlichen Täter seit Mittwoch vor dem Landgericht der Hauptstadt der Prozess gemacht. Der 30-jährige Angeklagte ließ am ersten Prozesstag über seinen Verteidiger erklären, er räume die Taten ein und bereue sie aufrichtig.

Die Verhandlung am Landgericht der Hauptstadt dauerte nur etwa eine halbe Stunde, Zeugen waren zunächst nicht geladen. Dem Angeklagten werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung sowie Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vorgeworfen.

Sieben Taten im Jahr 2020

Über Wochen hinweg hatten im Sommer 2020 Meldungen zu gewalttätigen Übergriffen auf Frauen überwiegend im Berliner Südwesten große Verunsicherung und Besorgnis ausgelöst. Laut Anklage soll der mutmaßliche Täter sieben junge Frauen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren meist auf entlegenen Wegen überfallen haben.

Zu sechs Taten soll es im Juni und Juli 2020 südlich des Wannsees in Berlin und Brandenburg gekommen sein, zur siebten in Bernau. Die Frauen waren laut Ermittlungen entweder mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Der mutmaßliche Täter habe sich ihnen zunächst freundlich genähert, sie dann aber von hinten gepackt, gewürgt und einige auch mit einem Messer bedroht. Er habe sie anschließend in entlegene Gebiete gezerrt und vergewaltigt. In einem Fall hätten Hilferufe der Frau und die Anwesenheit eines Campers die Vollendung der Tat verhindert.

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Täter nach großer Suchaktion festgenommen

Zuletzt soll der Angeklagte in einem Wald bei Potsdam eine junge Frau missbraucht haben. Eine Passantin habe das Opfer in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden entdeckt, teilte die Polizei damals mit. Beamte aus Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei rückten daraufhin zu einer großangelegten Suchaktion aus. Auch ein Hubschrauber, eine Drohne sowie mehrere Fährtenhunde und Polizeipferde der Bundespolizei kamen zum Einsatz.

Mehrere Stunden nach dem Übergriff sei der 30-Jährige am Abend des 14. Juli in Berlin-Zehlendorf verhaftet worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird von einer Jugendkammer des Landgerichts geführt. Damit solle vor allem ein mutmaßliches minderjähriges Opfer geschützt werden, hieß es. Das Gesetz sehe bei den Jugendkammern einen besonderen Sachverstand zur Befragung minderjähriger Verletzter von Straftaten. Der Angeklagte werde nach Erwachsenenstrafrecht behandelt.

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