Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Rassismusvorwürfe gegen Staatsballett Berlin – Vergleich geschlossen

Rassismus vorgeworfen  

Tänzerin und Staatsballett Berlin schließen Vergleich

21.04.2021, 19:29 Uhr | dpa

Rassismusvorwürfe gegen Staatsballett Berlin – Vergleich geschlossen. Eine Aufführung der Oper "Schwanensee" des Berliner Staatsballetts: Rassismusvorwürfe der Schwarzen Tänzerin haben mit diesem Stück zu tun. (Quelle: imago images/Symbolbild/Pop-Eye/Fahr)

Eine Aufführung der Oper "Schwanensee" des Berliner Staatsballetts: Rassismusvorwürfe der Schwarzen Tänzerin haben mit diesem Stück zu tun. (Quelle: Symbolbild/Pop-Eye/Fahr/imago images)

Eine Schwarze habe sich weiß schminken sollen: Diesen und weitere Vorwürfe hat eine Balletttänzerin dem Berliner Staatsballett gemacht. Nun haben sich beide Seiten geeinigt. Der Vertrag der Tänzerin wird verlängert.

Nach Rassismusvorwürfen und einem nicht verlängerten Vertrag haben sich eine Tänzerin und das Berliner Staatsballett vor dem Bezirks-Bühnenschiedsgericht Berlin auf einen Vergleich geeinigt. Eine entsprechende Mitteilung des Gerichts bestätigte der Anwalt der Tänzerin Chloé Lopes Gomes am Mittwoch in Berlin.

Danach wird der Vertrag der Tänzerin um ein Jahr verlängert, zudem erhält sie 16.000 Euro. Das Staatsballett hatte wegen der Rassismus-Vorwürfe bereits Konsequenzen angekündigt, jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus seien in der Compagnie nicht tragbar.

Chloé Lopes Gomes: Ihr Wunsch ist, dass in Zukunft keine anderen schwarzen Tänzerinnen mehr Diskriminierungserfahrungen machen müssen. (Quelle: Dean Barucija)Chloé Lopes Gomes: Ihr Wunsch ist, dass in Zukunft keine anderen schwarzen Tänzerinnen mehr Diskriminierungserfahrungen machen müssen. (Quelle: Dean Barucija)

Lopes Gomes hatte eine Rückkehr in die Compagnie gefordert. Sie habe sich wiederholt rassistische Kommentare der Trainingsleiterin anhören müssen, hatte sie dem Staatsballett vorgeworfen. So habe die Mitarbeiterin gesagt, das Staatsballett hätte sie nicht engagieren sollen, weil sie eine Schwarze sei. Eine Schwarze in einem "Corps de ballet" sei nicht ästhetisch, nicht homogen. Für eine "Schwanensee"-Vorstellung sei sie aufgefordert worden, sich weiß zu schminken.

In der vergangenen Spielzeit hatten die beiden Ko-Intendanten Sasha Waltz und Johannes Öhman das Staatsballett überraschend verlassen. Seitdem sei die Compagnie auf der Suche nach einer neuen Leitung. Dies sei auch eine Möglichkeit, das Staatsballett neu auszurichten und eine geschützte Atmosphäre in Ensemble, Produktion und Verwaltung zu schaffen, hatte das Staatsballett erklärt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal