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Bobic entstaubt Hertha: "Wollen überall besser werden"

Von dpa
01.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Fredi Bobic
Fredi Bobic ist neuer Geschäftsführer von Hertha BSC. (Quelle: Uwe Anspach/dpa/dpa-bilder)
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Berlin (dpa) – Ähnlich wie bei Jürgen Klinsmanns Amtsantritt als Teamchef 2004 beim Deutschen Fußball-Bund geht auch Fredi Bobic als neuer Sport-Geschäftsführer beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC vor. "Wir wollen überall besser werden und Leistungskultur auch bei der Hertha sehen. Es wird Veränderungen in der Struktur geben, wir müssen uns bewegen", sagte der 49-Jährige bei seiner Vorstellung auf einer virtuellen Pressekonferenz am Dienstag. Bobic war zuvor in gleicher Position fünf Jahre beim Ligarivalen Eintracht Frankfurt tätig gewesen.

Mit einem großen Spektrum an Arbeitsaufträgen will der Europameister von 1996 die "alte Dame Hertha" entstauben und von einer gewissen Trägheit befreien: "Wir müssen eine gewisse Stabilität hereinbekommen, die in der Bundesliga konkurrenzfähig ist. Dafür musst Du ackern und einige Dinge verändern, damit wir bessere Zeiten haben und nicht nur nach unten gucken",

Doch nicht nur Veränderungen, sondern auch Kontinuität soll die Hertha auf neue Wege führen. Dass der Verein mit Retter Pal Dardai auch in die neue Spielzeit geht, war ganz im Sinne des neuen Geschäftsführers: "Fünf Trainer in zwei Jahren sind einfach zuviel."

Zugleich freute sich Bobic über die weitere Zusammenarbeit mit Arne Friedrich als Sportdirektor. Der ehemalige Nationalspieler hatte sich noch zuvor Bedenkzeit bei der Verlängerung erbeten, die nun beendet ist. "Das war mir sehr wichtig. Ein Sportdirektor mit seinen Fähigkeiten tut uns gut", sagte Bobic, der sich als Teamplayer sieht und sich in Berlin nach und nach eine Mannschaft aufbauen wird: "Es geht nur zusammen, ich kann nicht alleine da oben stehen. Ich möchte Teamwork haben, das sich gegenseitig motiviert. Wie bei einer Fußballmannschaft."

Und auch für das aktuelle Team kündigte Bobic Veränderungen an, bat aber auch gleichzeitig um Geduld. "Wir werden Spieler verpflichten, die uns weiterhelfen, auf dem Platz und später auch beim Verkauf", sagte Bobic, der an einen langen Transfersommer glaubt und für den nicht unbedingt große Transfers anstehen. "Es ist erst einmal nicht das Wichtigste, viel Geld zu haben. Ich komme aus Schwaben und weiß mit dem Geldbeutel umzugehen. Wir haben immer noch Corona, die nächsten zwei Jahre werden noch sehr schwer werden. Da dürfen wir keine verrückten Dinge machen, sondern nur sinnvoll agieren."

Dass mit Investor Lars Windhorst ein Geldgeber im Hintergrund bereitsteht, nötigt Bobic "Respekt" ab. Die Wünsche des Unternehmers in Richtung internationaler Startplätze ordnete der gebürtige Slowene bereits in Gesprächen mit Windhorst ein. "Er verlangt einiges, aber es gibt Grenzen", sagt Bobic, der aber eine gute Gesprächsbasis mit dem Unternehmer erkannt hat.

Und auch in die Stadionfrage will Bobic neuen Drive hineinbringen. "Als Verein musst du weiterkommen, darum wäre ein reines Fußball-Stadion zeitgemäß." Doch wie bei seinen anderen neuen Aufgaben weiß Bobic auch auf der Suche nach einer neuen Arena: "Es wird kein einfacher Weg."

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