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Berlin: Tausende feiern den Christopher Street Day bei Demos

Drei Demos  

Tausende feiern den CSD in Berlin

26.06.2021, 15:51 Uhr | dpa-AFX

Berlin: Tausende feiern den Christopher Street Day bei Demos. Teilnehmer der "CSD Berlin Pride" gehen als Sterndemo durch Berlin in Richtung Alexanderplatz: Der Christopher Street Day (CSD) soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Teilnehmer der "CSD Berlin Pride" gehen als Sterndemo durch Berlin in Richtung Alexanderplatz: Der Christopher Street Day (CSD) soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Zum Christopher Street Day sind in Berlin tausende Menschen auf die Straße gegangen. Wegen der Pandemie lief das Event anders als sonst ab.

Tausende Menschen haben zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin für Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten demonstriert. Sie liefen am Samstagmittag in drei Protestzügen Richtung Alexanderplatz. Viele Teilnehmer hatten Regenbogenfahnen dabei, einige war verkleidet. Die meisten trugen wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz. Das Motto der Veranstaltungen mit 9.500 angemeldeten Teilnehmern lautete "CSD Berlin Pride".

Bei dem Demonstrationszug, der am Hermannplatz startete, war laute Musik aus einem Lautsprecherwagen zu hören. Auf Transparenten stand "Queerschutz now" und "Kein Sex mit Nazis". Einige Männer und Frauen liefen in Polizeiuniformen mit, andere hatten bunte Haare oder nackte Oberkörper. Der größere Teil der nach Einschätzung von Beobachtern etwa tausend Menschen war aber unauffällig angezogen. Neben den traditionellen Regenbogenfahnen waren auch rosa Fahnen mit einem weißen Einhorn zu sehen. Die beiden anderen Demonstrationszüge begannen am Oranienplatz in Kreuzberg sowie in Prenzlauer Berg.

Ein Teilnehmer trägt eine Regenbogenfarbene Flagge mit einem Herz: 9.500 Demonstrierende waren angemeldet. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)Ein Teilnehmer trägt eine Regenbogenfarbene Flagge mit einem Herz: 9.500 Demonstrierende waren angemeldet. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Jeder Zug habe einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt, so die Veranstalter. Es geht um feministische Themen, Rassismus, Trans- und Intersexualität sowie um die Lesben- und Schwulenbewegung in der DDR. "Die Stern-Pride-Demo soll allen die Möglichkeit bieten, sich in ihrer Unterschiedlichkeit gemeinsam zu zeigen." Es werde auch keine gemeinsame Abschlusskundgebung geben.

Weitere Demo im Juli

Die Aktion war von den Veranstaltern als bewusste Alternative zum klassischen Berliner CSD mit der großen Partyparade angekündigt. "Wir verabschieden uns vom Gedanken, dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat", hieß es. Der CSD hatte in den Vorjahren als Parade Hunderttausende Menschen auf die Straßen gelockt. Vergangenes Jahr fielen so große Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie allerdings aus. In diesem Jahr ist eine weitere große Demonstration am 24. Juli geplant.

Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen sexuellen Minderheiten erinnern. Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-afx

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