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Dardai will "nicht hektisch einkaufen"

Leogang  

Dardai will "nicht hektisch einkaufen"

26.07.2021, 16:08 Uhr | dpa

Dardai will "nicht hektisch einkaufen". Pal Dardai

Trainer Pal Dardai gibt auf dem Platz Anweisungen. Foto: Matthias Koch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Pal Dardai möchte sich mit möglichen personellen Alternativen im zweiten Trainingscamp von Hertha BSC vor der neuen Fußball-Saison nicht großartig beschäftigen. Der Chefcoach des Berliner Bundesligisten will die 28 Spieler, mit denen er gegenwärtig in Österreich arbeitet, optimal auf die Spielzeit 2021/22 vorbereiten. "Wir können nicht hektisch einkaufen gehen", sagte Dardai am Montag auf die Frage nach Neuzugängen: "Wir haben ein Portemonnaie, damit musst du umgehen." Allerdings hatte der Ungar schon zuvor mehrmals deutlich gemacht, dass er auf einigen Positionen vor allem in der Offensive Verstärkungen für dringend notwendig hält.

Wenn die derzeitigen Olympia-Spieler Arne Maier und Jordan Torunarigha (Deutschland), Matheus Cunha (Brasilien) sowie Lucas Tousart (Frankreich) gesund zurückkommen und in Japan genügend Spielpraxis haben, "dann habe ich keine große Sorge", bemerkte Dardai am Montag in Leogang. "Aber wenn sich einer verletzt oder wenig Spielpraxis hat, wäre das schade. Zum Schluss, wenn alle hier sind, haben wir eine ordentliche Mannschaft. Wenn keine Neuen dazukommen, müssen wir das auch akzeptieren." Deyovaisio Zeefuik musste das Montagstraining abbrechen. Wie schwer die Knöchelblessur bei dem Niederländer ist, blieb zunächst unklar.

Rückkehrer Davie Selke hatte auf seine zweite Olympia-Teilnahme verzichtet. Das sei nach dem Abstieg mit Werder Bremen und der damit vertraglich festgelegten Ende der Leihe "schnell klar gewesen", berichtete der Angreifer in Österreich. "Ich hatte ein gutes Gespräch mit Stefan Kuntz", der Olympia-Coach sei auch "ein bisschen überrascht" gewesen von seiner Absage. "Es war einfach wichtig für meine Karriere, jetzt hier schnell anzukommen, alle kennenzulernen, die ganzen Abläufe mitzubekommen", begründete Selke. Da habe die lange Zeit in Tokio "nicht gepasst".

Selke hat sich nach der Enttäuschung mit Bremen selbst hinterfragt, berichtete der 26-Jährige: "Was ist mein eigener Anspruch? Es geht nicht darum, wie ich wahrgenommen werde, sondern was ich selbst von mir erwarte. Ob ich das immer erfülle." In der Vorbereitung bei Hertha ist er bisher der erfolgreichste Torschütze und inzwischen der einzig gesunde Mittelstürmer in Dardais Kader. "Ich will präsent sein, auffällig sein", sagte Selke zu seinen Zielen. Das wolle er nicht nur an Toren festmachen: "Pressing für die Mannschaft, für das Kollektiv da sein. Da sein in der Box, wenn die Bälle reinfliegen."

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