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Prozess um Kindesmissbrauch: Schwimmlehrer gesteht teilweise

Berlin  

Prozess um Kindesmissbrauch: Schwimmlehrer gesteht teilweise

30.07.2021, 15:32 Uhr | dpa

Prozess um Kindesmissbrauch: Schwimmlehrer gesteht teilweise. Polizei

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Ein Berliner Schwimmlehrer, der zwei junge Schüler missbraucht haben soll, hat vor dem Landgericht teilweise gestanden. Er habe in einigen Situationen die Grenze überschritten, erklärte der 50-Jährige am Freitag zu Prozessbeginn. Einen Elfjährigen habe er in zwei Fällen "für wenige Sekunden" im Intimbereich berührt. Dies sei nicht geplant gewesen. Weitere ihm vorgeworfene sexuelle Handlungen wies der Angeklagte zurück. Es treffe auch nicht zu, dass er im Zuge des Verfahrens einen der Jungen einschüchtern wollte, sagte er.

Laut Anklage hatte der 50-Jährige die Kinder als Schwimmlehrer kennengelernt. Im Fall des Elfjährigen soll es zwischen April und Juni 2019 in einer Sauna, seiner Wohnung sowie einem Thermalbad zu drei sexuellen Übergriffen gekommen sein. Zudem habe er seinen damaligen Schwimmschüler in einer Umkleidekabine im Fitnesscenter heimlich fotografiert. Einen damals neunjährigen Schüler soll er 2020 in seiner Wohnung missbraucht und fotografiert haben.

Der Angeklagte, der damals in einem Fitnesscenter angestellt war, gab heimliche Aufnahmen zu. "Ich wollte einen Schnappschuss beim Umkleiden machen und habe mein Handy nur in seine Richtung gehalten", so der 50-Jährige. Er habe nicht weiter nachgedacht. Den Neunjährigen habe er fotografiert, als er nackt schlief. Zu intimen Berührungen und Fotos sei es "aus der Situation heraus" gekommen. "Ich fühle mich sexuell nicht zu Kindern hingezogen", so der Mann.

Die Anklage lautet unter anderem auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Herstellung kinderpornografischer Schriften. Zudem muss sich der 50-Jährige wegen versuchter Nötigung verantworten. Er soll Anfang 2021 in zwei Fällen versucht haben, einen der betroffenen Jungen einzuschüchtern, um ihn von belastenden Aussagen gegenüber der Polizei abzuhalten.

Der seit rund sechs Monaten inhaftierte Angeklagte erklärte weiter, er habe sich um die beiden Jungen über den Schwimmunterricht hinaus gekümmert. Ein "freundschaftliches Verhältnis" habe auch zu den Eltern der Kinder bestanden. Der Prozess geht am 23. August weiter.

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