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Berlin: Mehr als jeder dritte Verkehrstote über 65

"Bessere Aufklärung der Älteren"  

Mehr als jeder dritte Verkehrstote ist über 65

04.08.2021, 15:50 Uhr | dpa

Berlin: Mehr als jeder dritte Verkehrstote über 65. Die Leuchtschrift "Unfall" auf dem Dach eines Polizeiwagen: Die Dekra fordert, ältere noch fahrende Menschen besser über ihre Leistungsfähigkeit sowie Einschränkungen aufzuklären.  (Quelle: dpa)

Die Leuchtschrift "Unfall" auf dem Dach eines Polizeiwagen: Die Dekra fordert, ältere noch fahrende Menschen besser über ihre Leistungsfähigkeit sowie Einschränkungen aufzuklären. (Quelle: dpa)

In Berlin war 2020 mehr als jeder dritte Verkehrstote über 65 Jahre alt. Experten sehen die Kombination aus Alter und altem Auto als besonders gefährlich. Sie raten, Fahrverhalten von über 75-Jährigen zu beobachten.

Mehr als jeder dritte Verkehrstote in Berlin war 2020 älter als 65 Jahre. Der Anteil der Senioren betrage 38 Prozent, dies sei bei einem Bevölkerungsanteil von 19 Prozent überproportional hoch, sagte der Berlin-Chef der Prüforganisation Dekra, Volker Postel, am Mittwoch bei der Vorstellung des Verkehrssicherheitsreports.

Die Dekra fordert, ältere Menschen besser über ihre Leistungsfähigkeit sowie Einschränkungen aufzuklären. So soll unter anderem eine regelmäßige Beobachtung des Fahrverhaltens für Menschen über 75 Jahren verpflichtend sein.

Bundesweite Zahl rückläufig – in Berlin gestiegen

Während bundesweit die Zahl der Verkehrstoten Corona-bedingt um 11,5 Prozent zurückgegangen ist, stieg die Zahl in Berlin von 40 auf 50 Verkehrstote. Die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle sei individuelles Fehlverhalten, so Postel. Es werde häufig zu schnell gefahren und dabei der Sicherheitsabstand nicht mehr genügend eingehalten. Postel sprach von einer alarmierenden Zahl und mahnte, der Rücksichtslosigkeit auf den Straßen Einhalt zu gebieten.

Vor allem die Kombination aus höherem Alter des Autofahrers und des Autos führe zu einem steigenden Risiko eines Unfalls. "Ältere Fahrzeuge sind nicht die Autos, die moderne Assistenzsysteme haben und viele ältere Personen nutzen ältere Autos", sagte Postel.

Ältere Menschen hätten auch im Vergleich zu jüngeren Verkehrsteilnehmern ein überproportionales Verletzungsrisiko. Dies hänge mit dem natürlichen Alterungsprozess und der dadurch verminderten Knochenfestigkeit zusammen. Deshalb sei diese Altersgruppe beim gleichen Unfallgeschehen einem höheren Risiko ausgesetzt, schwere Verletzungen zu erleiden, als dies bei jüngeren Menschen der Fall sei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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