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Berlin: Russische Bande und arabischer Clan in Tabak-Betrug verwickelt


Handel mit Tabak
Clan und Russenbande in Millionenbetrug verwickelt

Von t-online
26.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Drogen und Waffen liegen auf einem Tisch: Diese verbotenen Gegenstände hatte der Zoll bei einer Razzia in Berlin gefunden. Es ging dabei um Betrug mit unversteuertem Shishatabak.Vergrößern des BildesDrogen und Waffen liegen auf einem Tisch: Diese verbotenen Gegenstände hatte der Zoll bei einer Razzia in Berlin gefunden. Es ging dabei um Betrug mit unversteuertem Shishatabak. (Quelle: Zollfahndungsamt Berllin-Brandenburg/CL)
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In Berlin haben Beamte des Zolls ein kriminelles Netzwerk auffliegen lassen, das mit unversteuertem Shishatabak den Staat um Millionen betrogen haben soll.

Ein Betrug mit unversteuertem Shishatabak in Berlin hat aufgedeckt, wie verschiedene Mitglieder der organisierten Kriminalität in der Hauptstadt offenbar zusammenarbeiten. Wie Polizei Berlin und das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilten, hatten die Beamten bereits am Dienstag ein "illegales Shisha-Vertriebsnetzwerk" auffliegen lassen.

Bei einer Razzia, an der 220 Einsatzkräfte an 12 Adressen in Berlin und einer in Hamburg Durchsuchungen anstellten, sind zahlreiche verbotene Gegenstände entdeckt worden. Außerdem habe es zwei Festnahmen gegeben.

Die Beamten der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Zigaretten (GEZig) waren den Betrügern offenbar schon bereits seit über einem Jahr auf der Spur. Die siebenköpfige Gruppe, bestehend aus Männern im Alter zwischen 23 bis 70 Jahren, soll laut Polizei über 45 Tonnen an unversteuertem Wasserpfeifentabak nach Deutschland geschleust haben.

Masche sparte Millionen an Tabaksteuer

Die mutmaßlichen Täter sollen dabei nach einem ausgeklügelten System vorgegangen sein: Zunächst sei der Tabak aus den Vereinigten Arabischen Emiraten legal über eine Firma in die Nähe von Berlin eingeführt worden. Doch bevor die Tabaksteuer fällig geworden wäre, hatten die Männer den Tabak angeblich wieder ins Ausland verfrachtet.

Dabei tauschten sie jedoch den hochwertigen Tabak gegen minderwertigen aus, behielten den original eingeführten Tabak und verkauften ihn ohne Tabaksteuer zu "Dumpingpreisen" weiter. Ein offenbar ordentlicher Gewinn für die mutmaßlichen Betrüger, denn so seien laut Polizei allein pro Kilogramm Wasserpfeifentabak 25 Euro an Steuern eingespart worden. Insgesamter Steuerschaden: Zwei Millionen Euro.

"Bunte Sammlung" an verbotenen Gegenständen gefunden

Bei der Razzia fanden die Beamten noch zahlreiche andere verbotene Gegenstände: ein Kilogramm Kokain, elf Kilogramm Marihuana und über 500 Gramm Haschisch waren darunter. Auch 60.000 Euro Bargeld sowie mehrere Messer, ein Schlagring, Pfeffersprays und eine Präzisionsschleuder mit Stahlkugeln. Zusätzlich zu dieser "bunten Sammlung", wie es in der Mitteilung heißt, kamen auch noch 250 Liter unversteuerter Alkohol hinzu.

Die Tätergruppe soll laut Polizei Bezüge zu einer "arabischstämmigen Großfamilie" und zur "russischstämmigen organisierten Kriminalität" haben. Nun ermitteln die Behörden weiter zum Hintergrund.

Verwendete Quellen
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