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Berlin Böller bei "Köpi"-Demo – schwarzer Block formiert sich

Bauwagen-Siedlung in Mitte  

Böller bei "Köpi"-Demo – schwarzer Block formiert sich

03.10.2021, 08:32 Uhr | dpa

Berlin Böller bei "Köpi"-Demo – schwarzer Block formiert sich. Polizeikräfte stehen an einer Demonstration linker Gruppen gegen eine geplante Räumung eines alternativen Wohnwagen-Camps an der Köpenicker Straße. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)

Polizeikräfte stehen an einer Demonstration linker Gruppen gegen eine geplante Räumung eines alternativen Wohnwagen-Camps an der Köpenicker Straße. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

In Berlin soll eine Bauwagen-Siedlung geräumt werden. Das "Köpi" gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene – und die ging nun auf die Barrikaden.

Viele Hundert Menschen aus der linken und linksradikalen Szene haben am Samstagabend in Berlin gegen eine geplante Räumung der linksalternativen Bauwagen-Siedlung auf einem besetzten Grundstück an der Köpenicker Straße demonstriert. Unter den Demonstranten war auch ein großer Block schwarz gekleideter und vermummter Linksautonomer. Die Teilnehmer liefen von dem Gelände durch Kreuzberg nach Friedrichshain.

Der Demonstrationszug mit dem Titel "Defend Køpi Wagenplatz" wurde von einem größeren Polizeiaufgebot dicht begleitet. Nach Beobachtungen eines dpa-Reporters waren mehr als 1.000 Menschen auf der Straße. Während der Demonstration wurden immer wieder Böller gezündet und Feuerwerksraketen in den Himmel geschossen. Auf Balkonen von früher besetzten Häusern an der Strecke standen Unterstützer mit bengalischem Feuer und Rauchtöpfen.

Bei einer Zwischenkundgebung an der Ecke Liebigstraße und Rigaer Straße erinnerte eine Rednerin an die Räumung des besetzten Hauses "Liebig 34" vor fast genau einem Jahr.

Berlin: Demo gegen Räumung in Köpenicker Straße

Das Wagenburgcamp an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte soll voraussichtlich am 15. Oktober geräumt werden. Die Bewohner betonten, sie würden den Räumungstermin nicht widerstandslos hinnehmen.

Die sogenannte Köpi gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Das Landgericht hatte im Juni die Räumung angeordnet. Laut Urteil muss das unbebaute, 2.600 Quadratmeter große Grundstück, auf dem Bau- und Wohnwagen stehen, frei gemacht werden. Nach Angaben des Bewohner-Vereins wohnen dort etwa 30 Menschen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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