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Gründungsdirektor will "hybride" Bauakademie in Berlin

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Gründungsdirektor will "hybride" Bauakademie in Berlin

20.10.2021, 16:41 Uhr | dpa

Gründungsdirektor will "hybride" Bauakademie in Berlin. Guido Spars

Guido Spars, Gründungsdirektor Bundesstiftung Bauakademie, im Roten Saal des Bauakademie-Geländes. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die geplante Bauakademie in Berlin soll nach Vorstellung des Gründungsdirektors der zuständigen Bundesstiftung, Guido Spars, "ein Leuchtturmprojekt" werden. Der Bau solle zeigen, was heute innovativ möglich sei, und gleichzeitig "soviel Schinkel wie möglich" enthalten, sagte Spars am Mittwoch in Berlin. Für den Wettbewerb, der im kommenden Jahr ausgeschrieben werden soll, will er Kriterien von einem Expertengremium ausarbeiten lassen.

Die historische Bauakademie stand in unmittelbarer Nähe des Stadtschlosses in der Mitte Berlins, hinter dessen rekonstruierter Fassade heute das Humboldt Forum zu finden ist. Der 1836 errichtete Bau der preußischen Architektur-Ikone Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) galt als wegweisend für das 19. Jahrhundert. Schinkel konfrontierte die barocke Schlossfassade mit klassizistischen Backsteinmauern.

Die DDR ließ den Bau nach schweren Beschädigungen im Krieg 1962 abreißen. Von 2004 an erinnerte lange Jahre eine in Originalgröße errichtete Attrappe an den geometrisch gegliederten Backsteinkubus. Der Bundestag bewilligte vor fünf Jahren 62 Millionen Euro für das Projekt eines Wiederaufbaus.

Nach dem Wirbel um die zwischenzeitliche Ernennung des SPD-Politikers Florian Pronold zum künftigen Leiter wurde mit dem Wuppertaler Architekturprofessor Spars eine neue Lösung gefunden. In der künftigen Akademie, für deren bauliche Realisierung Spars keinen Zeitpunkt nennen wollte, soll sich auf vier Etagen ein Ausstellungs- und Forschungszentrum mit Fragen der Architektur und des Städtebaus beschäftigen.

Spars will internationale Experten für eine Denkwerkstatt gewinnen, die die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Fachleuten sichern, Zukunftsthemen erarbeiten und Wissen verknüpfen soll. Dabei stünden Innovationskraft und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt, sagte Spars. Er wünscht sich zudem eine "Akademie der Akademien", in der Verbände, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Experten zusammenkommen sollen.

Das Team der Bauakademie wird zunächst aus 13 Stellen bestehen. Von Seiten der Stiftung stehen als Jahresetat 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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