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Intensivmediziner appellieren an Bevölkerung und Politik

Berlin  

Intensivmediziner appellieren an Bevölkerung und Politik

02.12.2021, 12:48 Uhr | dpa

Intensivmediziner appellieren an Bevölkerung und Politik. Corona-Impfung

Ein Mann steht an einem Covid-19-Impfcenter hinter der Bodenaufschrift "Impfen". Foto: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Angesichts immer mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Berlin und Brandenburg hat ein Netzwerk von Intensivmedizinern beider Bundesländer die Bevölkerung und Politik zu schnelleren Entscheidungen und mehr Eigenverantwortung aufgerufen. "Schränken Sie Ihre Kontakte auf ein Minimum ein! Lassen Sie sich Impfen und Boostern!", schreiben Sie in dem am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Appell. "Tun Sie alles, was in Ihrer persönlichen Macht steht, um die vierte Pandemiewelle zu brechen!"

An die Politiker gerichtet heißt es: "Treffen Sie die erforderlichen Entscheidungen – sofort, ohne weiteren zeitlichen Verzug!"

Die "außer Kontrolle geratene Corona-Pandemie" erschwere die Versorgung aller Menschen auf den Intensivstationen. "In den nächsten Wochen wird eine weiter anwachsende Zahl von Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf unseren Intensivstationen, zusätzlich zu allen anderen Schwerstkranken versorgt werden müssen", schreiben die Medizinerinnen und Mediziner.

Das könne nur gelingen, wenn die gleiche Besetzung auf den Stationen mehr Patienten betreut. "Und das muss zwangsläufig zu einer Verminderung der Qualität führen." Auch in der Notversorgung von Opfern schwerer Unfälle könne wichtige Zeit dadurch verloren gehen, dass Rettungswagen und Notärzte längere Wege für das nächste freie Intensivbett in Kauf nehmen müssten. Die Menschen sollten deshalb alles vermeiden, wodurch sie auf einer Intensivstation landen könnten.

In den Berliner Krankenhäusern ist inzwischen mehr als jedes fünfte Intensivbett mit einem Corona-Patienten belegt. Die entsprechende Corona-Ampel des Senats sprang am Donnerstag auf Rot und signalisiert damit dringenden Handlungsbedarf.

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