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Ausstellung zeigt Rolle von Therbusch in Aufklärungszeit

Berlin  

Ausstellung zeigt Rolle von Therbusch in Aufklärungszeit

02.12.2021, 14:46 Uhr | dpa

Ausstellung zeigt Rolle von Therbusch in Aufklärungszeit. Ausstellung Anna Dorothea Therbusch

Eine Besucherin betrachtet das Gemälde „Jupiter und Antiope“ 1721-1782 Berlin. Foto: Annette Riedl/dpa (Quelle: dpa)

Zum 300. Geburtstag der Malerin Anna Dorothea Therbusch befasst sich die Gemäldegalerie Berlin mit der wichtigen Rolle der Künstlerin in der Zeit der Aufklärung. In zwei Kabinetten sind Arbeiten von Therbusch (1721-1782) in Bezug gesetzt zu Werken meist männlicher Zeitgenossen wie François Boucher oder Jean Antoine Watteau. "Anna Dorothea Therbusch. Eine Berliner Künstlerin der Aufklärungszeit" ist von Samstag an bis zum 10. April zu sehen.

Damit werde einer der Künstlerin zu mehr Sichtbarkeit verholfen, "die lange Zeit in der Kunstgeschichte vernachlässigt, um nicht zu sagen vergessen worden ist", sagte die neue Direktorin der Gemäldegalerie, Dagmar Hirschfelder, am Donnerstag. Therbusch stehe zudem für eine Zeit, in der "Künstlerinnen nicht dieselben Möglichkeiten hatten, ihre eigene künstlerische Karriere zu verfolgen".

So zog Therbusch zunächst 20 Jahre lang fünf Kinder groß, bevor sie sich ihrer Kunst widmen konnte. An der Akademie in Paris wurde ein Gemälde von ihr abgelehnt, weil es angeblich nicht von einer Frau gemalt sein konnte. Mit der späteren Aufnahme in die Académie Royale sollte Therbusch dann aber die Basis für ihren Ruhm legen, der ihr in der Folge Anerkennung zunächst in Wien und dann schließlich auch in Berlin sichern sollte.

In Berlin gehörte sie dann zu den wichtigsten Porträtmalerinnen und -malern, erhielt Aufträge preußischen Herrscher unter anderem für Königsporträts. Die Ausstellung zeigt neben Werken aus den Beständen von Berlins Staatlichen Museen ausgewählte Leihgaben. Zu sehen ist auch ein etwa 1782 entstandenes großformatiges Selbstporträt. Dort zeigt sich Therbusch den Betrachtern offen zugewandt als gelehrte Respektsperson mit Augenglas als Zeichen für ihr Interesse.

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