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Wolfsrudel im Berliner Westen größer als gedacht

Von dpa, pb

Aktualisiert am 17.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Zwei Wolfswelpen in der Döberitzer Heide (Archivfoto): Mindestens zwei Jungtiere des Rudels sollen bei Zusammenstößen mit Autos gestorben sein.
Zwei Wolfswelpen in der Döberitzer Heide (Archivfoto): Mindestens zwei Jungtiere des Rudels sollen bei Zusammenstößen mit Autos gestorben sein. (Quelle: Ingolf König-Jablonski/dpa-bilder)
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Direkt an der Berliner Stadtgrenze leben Wölfe – nun wird bekannt: Das Rudel, von dem die Hauptstädter im Herbst vergangenen Jahres erstmals erfuhren, ist offenbar größer als gedacht. Doch die Familie hat auch Verluste zu beklagen.

Seit dem Herbst weiß man in Berlin: An der Stadtgrenze im Westen, gleich hinter Spandau, ziehen Wölfe umher. In der Döberitzer Heide hatte sich im vergangenen Jahr ein Wolfsrudel niedergelassen – gut 30 Kilometer vom Alexanderplatz in Mitte entfernt.

Nun heißt es von der Heinz Sielmann Stiftung, die die Döberitzer Heide pflegt: Das Rudel soll größer sein als bislang angenommen – auch wenn man sich über die genaue Zahl der Tiere nicht ganz sicher sein könne. Nora Künkler, Sprecherin der Stiftung, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag: "Insgesamt gehen wir derzeit von acht Wölfen auf dem Gelände aus."

Ihre Annahmen beruhen auf Sichtungen durch eine Wildkamera – somit könnte also auch noch der ein oder andere Wolf weiter unentdeckt durch Brandenburg ziehen. Zunächst war Anfang Oktober 2021 von zwei Elterntieren und vier Welpen auf dem Areal die Rede gewesen.

Wölfe vor Berlin: Jungtiere starben bei Autounfällen

In Sicherheit leben die wilden Tiere an der Berliner Stadtgrenze indes nicht: Das Wolfsrudel ist nach Angaben Künklers in den vergangenen Monaten bereits durch Verkehrsunfälle dezimiert worden. Zwei Jungwölfe seien leider auf umgebenden Straßen überfahren worden.

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"Bei einem dritten Tier gehen wir vom gleichen Schicksal aus, aber in dem Fall ist es noch nicht nachgewiesen", sagte die Sprecherin. Analysen liefen noch am Leibniz-Institut fĂĽr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.

Hirsch und Wolf am Berliner Stadtrand (Archivbild): Im Herbst wurde hier ein Wolfsrudel entdeckt, die beiden abgebildeten Tiere scheinen miteinander auszukommen.
Hirsch und Wolf am Berliner Stadtrand (Archivbild): Im Herbst wurde hier ein Wolfsrudel entdeckt, die beiden abgebildeten Tiere scheinen miteinander auszukommen. (Quelle: Ingolf König-Jablonski/dpa-bilder)

Die Döberitzer Heide ist ein früherer Truppenübungsplatz, nicht weit von der Berliner Stadtgrenze nahe dem Bezirk Spandau und rund 30 Kilometer vom Alexanderplatz in Berlin-Mitte entfernt. Die Heinz Sielmann Stiftung hat das Gelände vor knapp 20 Jahren erworben und verfolgt das Ziel, Rückzugsräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

Nach Stiftungsangaben leben dort fast 1.000 geschützte Tierarten. Es gibt unter anderem Wisente und Przewalski-Pferde. Wölfe zählen laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf europäischer Ebene zu den streng geschützten Arten.

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