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Keine Revolte bei Hertha BSC, aber tiefer Riss

Von dpa
29.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Mitgliederversammlung Hertha BSC
Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmen mit einer wei├čen Karte ├╝ber die Tagesordnung ab. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)
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Fredi Bobic gewann mit seiner Stegreif-Rede die Herzen der Fans, f├╝r Lars Windhorst gab es aber b├Âse Beleidigungen und Spott. Immerhin die bef├╝rchtete Pr├Ąsidiums-Revolution blieb bei einer hochemotionalen Mitgliederversammlung von Hertha BSC aus. Das Bild, dass der Krisenclub nur eine Woche nach der dramatischen Bundesliga-Rettung in der Relegation am Sonntag in der Messehalle 20 abgab, war dennoch bedenklich.

Nach stundenlangen Debatten scheiterte das Misstrauensvotum gegen das nach dem R├╝cktritt von Club-Boss Werner Gegenbauer verbliebene Pr├Ąsidium, doch eins wurde auch Gesch├Ąftsf├╝hrer Bobic und dem von vielen massiv angefeindeten Windhorst schnell klar: Ein tiefer Riss spaltet die Hertha nach Jahren der gro├čen Krise. Interimschef Thorsten Manske trat nach einem desastr├Âsen Wahlergebnis von 64,2 Prozent Ablehnung zur├╝ck.

"Wir sind der peinlichste Verein in ganz Deutschland", sagte ein Mitglied. Diese schallende Verbal-Ohrfeige stand stellvertretend f├╝r eine Reihe von w├╝tenden Wortbeitr├Ągen. Misswirtschaft, Kontrollversagen und l├Ąhmender Stillstand, lauteten die Anklagepunkte. Mehrfach musste Versammlungsleiter Dirk Lentfer beruhigend einschreiten. Doch auch die Gegner eines radikalen Umbruchs verschafften sich Geh├Âr.

Die Drohkulisse einer Handlungsunf├Ąhigkeit von Bobic mangels Chefetage mitten in der beginnenden Transferperiode wirkte wohl auch bei den 2628 anwesenden, stimmberechtigten Mitgliedern. Gegen keinen der sechs Vereinsfunktion├Ąre kam bei der sich ├╝ber Stunden hinziehenden Abstimmung die f├╝r eine Abwahl notwendige Dreiviertel-Mehrheit zusammen. Aber Manskes Resultat war so schlecht, dass er nur vier Tage nach dem R├╝cktritt von Boss Werner Gegenbauer freiwillig ging.

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Somit wird die Hertha bis zur Pr├Ąsidentschaftswahl am 26. Juni von dem Quintett Fabian Drescher, Anne J├╝ngermann, Peer Mock-St├╝mer, Ingmar Pering und Norbert Sauer gef├╝hrt - wer die Leitung ├╝bernimmt war vorerst unklar. Bislang hat nur der fr├╝here Ultra und heutige Unternehmer Kay Bernstein seine Kandidatur f├╝r den Chefposten angek├╝ndigt. Der wiedergew├Ąhlte Aufsichtsratschef Torsten-J├Ârn Klein will nach eigener Aussage nicht antreten. "Wir wollten einen Angriff starten, der hat nicht funktioniert", sagte Klein zu dem trotz Windhorst-Millionen gescheiterten sportlichen Aufschwung.

"Ich f├╝hle mich schuldig", r├Ąumte auch Bobic in seiner Ansprache Vers├Ąumnisse ein. Man habe in dieser Saison keine Mannschaft gehabt. Aber: "Ich sehe viel Talent. So schlecht ist Hertha BSC nicht", f├╝gte der Gesch├Ąftsf├╝hrer an und hob zu einer leidenschaftlichen Ansprache f├╝r einen Hertha-Aufschwung an. "Ich habe die Kraft und den Willen und die Positivit├Ąt zu sagen, dieser Verein kann viel mehr", sagte der 50-J├Ąhrige. "Die Arbeit wird noch viel, viel h├Ąrter sein",

Tumultartig waren die Proteste vor der Windhorst-Rede. Erst nach einem Ordnungsruf von Lentfer gegen eine Gruppe junger Hertha-Mitglieder konnte der 45-J├Ąhrige seine Ansprache beginnen. "Ich m├Âchte, dass Hertha BSC extrem erfolgreich wird", sagte er unter dem Applaus der Mehrheit der Mitglieder. An seine Kritiker gerichtet schloss Windhorst einen R├╝ckzug aus. "Windhorst raus, funktioniert nicht", sagte er. Die Anteile von 375 Millionen Euro seien "voll bezahlt und geh├Âren mir und werden auch die n├Ąchsten zehn bis 20 Jahre mir geh├Âren", sagte Windhorst. In einem Nebensatz k├╝ndigte er m├Âgliche weitere Zahlungen an.

Manske hatte Windhorst nach den heftigen Dissonanzen der vergangenen Monate zu einer besseren Zusammenarbeit aufgefordert. "Ich bitte sie inst├Ąndig, lassen sie uns mit- und nicht ├╝bereinander reden. Lassen sie uns gegenseitig mit Vertrauen und Respekt begegnen", sagte er in seiner Rede. "Lassen sie uns die Reihen schlie├čen", rief das f├╝hrende Pr├Ąsidiumsmitglied Windhorst zu - und war wenige Stunden sp├Ąter schon selber Hertha-Geschichte.

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