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LNG-Terminal Wilhelmshaven: Megaprojekt nimmt nächste Hürde


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LNG-Terminal: Megaprojekt nimmt nächste Hürde

Von dpa
01.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Rohre für die Wilhelmshavener Anbindungsleitung (WAL) werden verlegt (Archivbild): Ende 2022 könnte das erste Gas fließen.
Rohre für die Wilhelmshavener Anbindungsleitung (WAL) werden verlegt (Archivbild): Ende 2022 könnte das erste Gas fließen. (Quelle: Sina Schuldt/dpa)
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Es geht voran: Um Gas am LNG-Terminal in Wilhelmshaven weiter zu transportieren, ist eine Pipeline nötig. Die Arbeiten nähern sich dem Ende.

Die Erdarbeiten für die neue Pipeline des Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven sind nahezu abgeschlossen. "Alle Rohre der Wilhelmshavener Anbindungsleitung (WAL) liegen im Boden, die Gräben sind zu 99 Prozent mit Erde verfüllt", teilte der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) mit.

In den kommenden Wochen sollen nun noch Restarbeiten erledigt werden, bevor dann die 26 Kilometer lange Leitung für die Inbetriebnahme mit Gas gefüllt werden wird. Bis Mitte Dezember sollen auch die Anlagen zur Regelung und Messung des Gasdrucks an den beiden Enden der Leitung fertiggestellt werden. Damit lägen die Bauarbeiten noch vor dem anvisierten Zeitplan, teilte das Unternehmen mit.

Die unterirdische Leitung ist notwendig, um das schwimmende LNG-Terminal, ein Spezialschiff, mit dem nächsten Anschluss an das Gas-Fernleitungsnetz im ostfriesischen Etzel (Landkreis Wittmund) zu verbinden. Das Spezialschiff zur Regasifizierung wird laut Betreiber Uniper voll beladen Mitte Dezember in Wilhelmshaven erwartet und dann Ende des Jahres Gas in das System einspeisen können.

Pipeline besteht Druckprüfung

Der Pipeline-Bau wurde am 19. August von den Behörden genehmigt. Für einen Teil der Baumaßnahmen gab es bereits Ende Juni einen vorzeitigen Baubeginn. Der zügige Baustart wurde durch das LNG-Beschleunigungsgesetz des Bundes ermöglicht. Binnen zwölf Wochen wurden die Rohre laut OGE verlegt. Auch eine erste Druckprüfung hat die Pipeline demnach bereits bestanden. Dabei wurde die Leitung mit Wasser gefüllt und musste etwa dem Doppelten des späteren Betriebsdrucks standhalten.

Mit dem Import von LNG über Wilhelmshaven will Deutschland seine Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland verringern. Über die Leitung soll das angelieferte Flüssigerdgas nach seiner Umwandlung in gasförmigen Zustand ins deutsche Netz eingespeist werden. Falls das in Wilhelmshaven angelandete LNG nicht umgehend am Gasmarkt benötigt wird, soll es laut OGE mithilfe der Pipeline in Gasspeichern zwischengespeichert werden. Am Endpunkt der Leitung in Etzel liegt eines der größten Kavernenfelder in Nordwesteuropa.

Über das neue LNG-Anlandeterminal in Wilhelmshaven könnte noch Ende des Jahres erstes Erdgas ins deutsche Ferngasnetz eingespeist werden. Damit rechnet der Energiekonzern Uniper - wenn das Wetter mitspielt. "Wenn es gut läuft, dann wird noch dieses Jahr erstes Gas fließen", sagte der Uniper-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch in Düsseldorf.

LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archivbild): Der erste Tanker könnte bereits Mitte Januar 2023 andocken.
LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archivbild): Der erste Tanker könnte bereits Mitte Januar 2023 andocken. (Quelle: Fabian Bimmer/dpa)

Das Spezialschiff zur Regasifizierung werde nach bisheriger Planung bereits voll beladen nach Wilhelmshaven kommen und dann Ende des Jahres Gas in das System einspeisen können. Der erste LNG-Tanker werde dann "im besten Fall" Mitte Januar kommen. Uniper errichtet und betreibt das Terminal mit Unterstützung der Bundesregierung.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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