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Zecken Norddeutschland: Hier liegen die Risikogebiete


FSME und Borreliose
Erstes Risikogebiet im Norden: Hier ist die Zecken-Gefahr am größten

Von t-online, kg

Aktualisiert am 10.08.2023Lesedauer: 2 Min.
Vorsicht ZeckenVergrößern des BildesEin Warnschild vor Zecken hängt an einem Baum in einem Wald. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild/dpa)
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Mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Zecken-Gefahr. Und die ist längst nicht mehr nur auf Süddeutschland beschränkt. Wo im Norden besonders aufgepasst werden muss.

Es ist Zecken-Zeit in Deutschland. Und das ist seit 2019 auch für Norddeutsche ein Problem: Denn die Risikogebiete, die sich vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, sowie Teilen von Hessen, Thüringen und Sachsen befinden, beschränken sich nicht ausschließlich auf Süddeutschland.

Seit 2019 ist das Emsland Risikogebiet. Zecken können neben Borreliose auch die sehr gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Die Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems ist mit Medikamenten nicht heilbar. Daher werden Risikogebiete ausgewiesen, wenn auf 100.000 Einwohner mehr als ein FSME-Fall im 5-Jahresintervall vorkommt. Aber: Auch wenn Gebiete nicht offiziell als Risikoregion eingestuft wurden, können dennoch Fälle auftreten. So gab es rund um Hannover, Celle, Nienburg an der Weser und Hildesheim Einzelfälle. Auch rund um Hamburg, nördlich bis nach Bad Segeberg, südlich in der gesamten Nordheide, wurden schon Fälle bestätigt.

Klimawandel bringt Zecken in den Norden

Experten bestätigen, dass sich die Zecke und somit auch die übertragbaren Erkrankungen ausbreitet. "Der Trend geht eindeutig Richtung Norden", sagt auch Masyar Monazahian vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt zur "Bild". "Dass 2020 auch der Stadtkreis Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt vom zum FSME-Risikogebiet erklärt wurde, verdeutlicht, dass das Virus in den Zecken weiter nach Norden getragen wird", hieß es beim niedersächsischen Gesundheitsamt in einer Mitteilung im Mai 2023 dazu. "Das hängt unter anderem mit dem Klimawandel zusammen, durch den auch die nördlichen Regionen für Zecken einen attraktiven Lebensraum bieten. Vereinzelt werden in Niedersachsen auch tropische Zeckenarten gesichtet, die vermutlich durch Zugvögel eingetragen werden."

Zecken warten im Gras und auf Blättern sitzenden auf mögliche Opfer. Diese erkennen sie an Erschütterungen, Körperwärme und Duftstoffen. Dann suchen sich die Tiere eine optimale Stichstelle, "insbesondere Körperregionen wie Kniekehle, Leistenbeuge, Achselhöhle oder Haaransatz, also feuchtwarme Stellen", so das Gesundheitsamt weiter.

Bei der Erkrankungen FSME zeigen Infizierte grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Selbst nach der Heilung können Spätfolgen wie Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten. Und: rund ein Prozent der FSME-Fälle verläuft tödlich.

Verwendete Quellen
  • www.nlga.niedersachsen.de/
  • bild.de: Zecken-Gefahr im Norden steigt!
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