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Lina E.: Flaschen fliegen, Pyrotechnik - heftige Proteste in Großstädten


Urteil gegen Lina E.: Heftige Krawalle – viele Festnahmen

Von dpa, pb

Aktualisiert am 01.06.2023Lesedauer: 2 Min.
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Lina E.: Die mutmaßliche Linksextremistin ist zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt worden. (Quelle: Reuters)
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Flaschen fliegen, Pyrotechnik wird gezündet: In Bremen eskaliert eine Demo der linken Szene in der Innenstadt. Auch andernorts knallt es.

Ausschreitungen in der Bremer Innenstadt: Dort ist es am Mittwochabend zu Angriffen auf Polizisten gekommen. Anlass war das Dresdner Urteil gegen die mutmaßliche Linksextremistin Lina E.

Am Steintor hätten sich am Abend rund 350 meist vermummte Personen versammelt und dann "relativ schnell und unvermittelt" die Beamten attackiert, so eine Polizeisprecherin zur Nachrichtenagentur dpa.

Es seien Glasflaschen und Steine auf Polizisten geworfen worden, auch Pyrotechnik sei gezündet worden. Es gebe bislang keine Angaben über mögliche Verletzte, teilte die Sprecherin mit. In einer Mitteilung vom Abend hieß es dann, dass die Polizei etwa 70 Verdächtige vorläufig festgenommen habe.

Die Lage beruhigte sich laut der Sprecherin am späten Abend. Nach eigenen Angaben war die Polizei mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Dabei waren auch die Bundespolizei und Einsatzkräfte aus Niedersachsen. Zwischenzeitlich hatte die Polizei die Bevölkerung aufgerufen, den Bereich zwischen Sielwall und Brunnenstraße zu meiden.

Gefängnisstrafe für Lina E. – Proteste in linker Szene

Die Ausschreitungen stünden im Zusammenhang mit dem Prozess gegen die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. am Oberlandesgericht in Dresden, sagte die Polizeisprecherin. Das Gericht hatte die 28 Jahre alte Studentin am Mittwoch wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Nach dem Urteil waren Ausschreitungen befürchtet worden. Laut der Bremer Polizei hatten linksextremistische Gruppierungen bei einer Verurteilung Straftaten und Proteste in mehreren Städten angekündigt, auch in Bremen. Die Polizei hatte zuvor bereits mitgeteilt, daher verstärkt Präsenz zeigen zu wollen.

Auch in Leipzig kam es am Abend zu Ausschreitungen: Demonstrantinnen und Demonstranten riefen polizeifeindliche Sprüche. Es wurde Pyrotechnik gezündet. Polizisten wurden mit Böllern beworfen. Ein Polizeisprecher sagte, einige Personen seien in Gewahrsam genommen worden.

Es habe aus mehreren Gruppen heraus Straftaten gegeben. Demonstranten hätten zum Beispiel Barrikaden errichtet oder Beamte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen. Drei Polizisten seien bis zum späten Abend leicht verletzt worden.

Friedliche Demonstration im Hamburger Schanzenviertel

In Hamburg versammelten sich Hunderte Anhänger der linken Szene zum Protest gegen die Verurteilung und zogen durch das Schanzenviertel. Die Polizei sprach in Schätzungen von etwa 1.000 bis 2.000 Teilnehmern. Auf Transparenten forderten sie unter anderem "Free them all" und "Kampf ihrer Klassenjustiz".

Bei ihrem Marsch wurden die Demonstranten von zahlreichen Polizisten begleitet. Auch Wasserwerfer standen bereit. Ein Polizeisprecher sagte, die Demonstration sei "überwiegend friedlich" verlaufen.

In Berlin bezifferte die Polizei die Teilnehmerzahl auf rund 500. Die Demonstration sei weitgehend friedlich verlaufen, es habe auch einige Rangeleien gegeben, hieß es in der Hauptstadt.

In Köln kam es laut einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" am Abend in der Severinstraße, einer beliebten Einkaufsmeile, zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und Einsatzkräften: Dabei wurden dem Bericht zufolge zwei Polizeibeamte verletzt. Rund 250 Personen nahmen an dem dortigen Protest teil.

Auch in Hannover fand eine Demonstration statt, es versammelten sich rund 350 Menschen im Stadtteil Linden-Nord, wie ein Polizeisprecher sagte. Diese Versammlung verlief bis zum Mittwochabend friedlich.

Verwendete Quellen
  • polizei.bremen.de: Mitteilung vom 01.06.2023
  • ksta.de: Kölner Polizei stoppt Demonstrierende nahe Severinstraße – mehrere Verletzte
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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