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Bremen: Forscher der "Polarstern" aus Bremen machen erstaunliche Entdeckung


Expedition mit der "Polarstern"
Forscher machen erstaunliche Entdeckung in der Antarktis

Von t-online, MAS

Aktualisiert am 11.06.2024Lesedauer: 1 Min.
Der Forschungseisbrecher "Polarstern" während der Expedition im Amundsenmeer.Vergrößern des BildesDer Forschungseisbrecher "Polarstern" während der Expedition im Amundsenmeer. (Quelle: AWI)
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Forscher aus Bremen und Bremerhaven haben eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Vor rund 34 Millionen Jahren gab es in der Antarktis keine Spur von Eis.

Die Antarktis war vor rund 34 Millionen eine völlig andere Welt als die, die uns vertraut ist. Das haben Forscher der Geowissenschaften der Universität Bremen zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut und weiteren internationalen Beteiligten herausgefunden.

Sie entdeckten ein riesiges verzweigtes Flusssystem, das den Kontinent durchzog. Es sei das bislang größte entdeckte Flusssystem dieser Art, teilt die Universität Bremen mit. Denn statt eisbedeckter Landmassen herrschten in der Antarktis bis zum Ende des Eozäns vor circa 34 Millionen Jahren gemäßigte Klimabedingungen.

Forscherteam mit Eisbrecher "Polarstern" unterwegs

Das Forscherteam untersuchte Sedimentproben, die es während einer Expedition des Eisbrechers "Polarstern" aus dem Amundsenmeer vor der westantarktischen Küste gewonnen hat. "Die Analysen zeigen, dass die meisten Minerale und Gesteinsbruchstücke dieser Proben nicht der Westantarktis entstammen, sondern dem Tausende Kilometer entfernten Transantarktischen Gebirge am Rand der Ostantarktis", teilt die Universität Bremen mit.

Hebung und Erosion des Gebirges produziere seither große Mengen Abtragungsschutt, den der neu entdeckte Strom über eine Distanz von mehr als 1.500 Kilometern durch das Westantarktische Riftsystem in das heutigen Amundsenmeer transportierte und dort in einem sumpfigen Flussdelta ablagerte, heißt es.

"Die Existenz eines solchen transkontinentalen Flusssystems zeigt, dass – anders als heute – große Teile der Westantarktis als ausgedehnte, flache Küstenebenen oberhalb des Meeresspiegels gelegen haben müssen", so Professorin Cornelia Spiegel von der Universität Bremen zu der Entdeckung.

Verwendete Quellen
  • presseportal.de: Mitteilung der Universität Bremen vom 6. Juni 2024
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