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Dresden feiert royale Hochzeit: Sachsen-Prinzessin sagt "Oui"


Prinzessin aus Sachsen sagt "Oui"

dpa, Simona Block

23.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Prinzessin Maria Teresita von Sachsen und ihr Mann Beryl Alexandre de Saporta küssen sich nach der Trauung vor der Hofkirche.Vergrößern des BildesPrinzessin Maria Teresita von Sachsen und ihr Mann Beryl Alexandre de Saporta küssen sich nach der Trauung vor der Hofkirche. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)
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Knapp 140 Jahre ist es her, dass eine Prinzessin aus dem Hause Wettin in Dresden geheiratet hat. Die Hochzeitsgesellschaft am Samstag war dementsprechend riesig.

Vielmals "Oui": Maria Teresita Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen hat in Dresden Comte (Graf) Beryl Alexandre de Saporta aus französischem Adel geheiratet. Es war die erste Hochzeit einer Prinzessin des ehemals regierenden sächsischen Fürsten- und Königshauses seit knapp 140 Jahren in der einstigen Residenz. Die Braut wurde von ihrem Vater in die Dresdner Hofkirche geleitet.

Das junge Paar, das in Brüssel (Belgien) lebt, wurde in einem mehrsprachigen Gottesdienst in der Kathedrale von einem Priester aus Paris, ein Verwandter aus dem Hause Habsburg, vermählt. Vor rund 450 Gästen, darunter viele Blaublüter aus den Häusern Habsburg und Bayern sowie sächsischem und französischem Adel, sagte die beiden 24-Jährigen mehrmals "Oui" zueinander, ehe sie die Ringe tauschten.

"Ohne das Haus Wettin gäbe es sicher diese schöne Kirche nicht", sagte Altbischof Joachim Reinelt. "Deshalb passt es, hier zu heiraten." Die Messe war international und wurde auch auf Französisch, Englisch, Spanisch und Latein gelesen.

Die Dresdner Kapellknaben erfüllten das voll besetzte Kirchenschiff mit Musik, das "Ave Maria" nach der Trauung sang Sopranistin Laura Kirchgässner. Zahlreiche Schaulustige empfingen den Brautvater und seine Jüngste freudig, als sie in einem Rolls Royce-Oldtimer vorfuhren – und die Frischvermählten beim Verlassen des Gotteshauses.

Die Braut ist die einzige Tochter von Alexander, einem Urenkel des letzten sächsischen Königs, und Gisela Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen, einer bayerischen Prinzessin. Ihre Geburt war 1999 die erste einer Wettinerin in Dresden nach fast einem Jahrhundert. Sie wuchs mit drei älteren Brüdern zwischen Deutschland und Mexiko auf, wo ihr Vater, als Unternehmer auch für deutsche Firmen tätig ist.

Comté de Saporta wurde in Paris geboren. Er und die Prinzessin lernten sich in Belgien kennen, seine Schwester war mit ihr dort im Internat. Das Paar arbeitet im Brüsseler Unternehmen der gräflichen Familie, einer Firma für Cybersecurity und Webdesign – und verlobte sich vor gut einem Jahr.

Zuletzt hatte mit Maria Josefa am 2. Oktober 1886 eine Wettiner-Prinzessin in der damaligen katholischen Hofkirche geheiratet, Erzherzog Otto von Österreich. Sie wurden später Eltern des letzten Kaisers Karl I.

Die Wettiner, eine uralte Dynastie mit weitreichenden Verbindungen zu europäischen Fürstenhäusern, herrschten gut 800 Jahre über Sachsen, seit 1806 als Könige. Bekanntester Vertreter war Kurfürst Friedrich August I, genannt der Starke (1670-1733), der zeitweise auch König von Polen war - und dessen Herz in der Fürstengruft der Kathedrale ruht, über Sarkophagen seiner Nachfahren.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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