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Düsseldorf: Prozess um Raubüberfall im Zooviertel beginnt mit Geständnis


Tödlicher Raubüberfall
"Ich habe nicht gedacht, dass er stirbt"

Von dpa
Aktualisiert am 23.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Landgericht DüsseldorfVergrößern des BildesDie Aufschrift "Landgericht Düsseldorf" steht an der Fassade des Gerichts (Symbolbild): Am Freitag beginnt der Prozess gegen einen 33-Jährigen. (Quelle: Martin Gerten/dpa/dpa)
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Im August 2023 wurde ein 77-Jähriger bei der Rückkehr nach Hause ausgeraubt und tödlich verletzt. Der mutmaßliche Täter legte nun ein Geständnis ab.

Sieben Monate nach einem tödlichen Raubüberfall auf einen 77-Jährigen hat vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 33-Jährige ist wegen Raubes mit Todesfolge angeklagt. Beim Prozessauftakt am Freitag gestand er, den alten Mann von einer Tankstelle im Zooviertel aus verfolgt, ihn beim Öffnen der Haustür niedergeschlagen und ausgeraubt zu haben. Er habe das Opfer aber nicht töten wollen, so der Angeklagte in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung. Der Senior war später an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Der 77-Jährige hatte am Tattag im vergangenen August mit einem Freund eine Ausstellung in Bonn besucht und war spätabends von ihm zurückgebracht worden. Beim Aussteigen aus dem Auto an der Tankstelle nahe seinem Haus hatte er dem Freund als Dank zehn Euro gegeben – das hatte der Angeklagte nach eigenen Angaben beobachtet und daraufhin den Senior nach Hause verfolgt. An der Haustür habe der 77-Jährige den Fremden bemerkt und weggeschubst. Daraufhin habe er zugeschlagen, hieß es in der Erklärung des Angeklagten.

Uhr, Geldbörse und Handy gestohlen

Das Opfer stürzte die Kellertreppe hinab, schlug mit dem Hinterkopf auf und blieb schwer verletzt liegen. Der Angeklagte soll ihm dann Uhr, Geldbörse und Handy gestohlen haben. "Am Fuß der Treppe hat er sich noch aufgerappelt, ich habe nicht gedacht, dass er stirbt", ließ der Rumäne mitteilen.

Dem 77-Jährigen gelang es trotz seines Schädelbruchs, sich in den Aufzug und in seine Wohnung im zweiten Stock zu schleppen. Als seine Frau ihn später fand, war er aber nicht mehr ansprechbar. Vier Tage später starb er in einer Klinik an seinen Kopfverletzungen. Erst eine Woche nach der Tat stellte sich heraus, dass der 77-Jährige nicht einfach gestürzt, sondern überfallen worden war. Die Ehefrau hatte das Fehlen der Geldbörse, des Mobiltelefons und der EC-Karte bemerkt. Die Obduktion bestätigte den Verdacht.

Dank Überwachungskameras auf die Spur gekommen

Auf die Spur des vorbestraften Angeklagten waren die Ermittler durch Überwachungsvideos der Tankstelle und eines benachbarten Geschäfts gekommen. Sie zeigen laut Staatsanwaltschaft, wie der Angeklagte dem Senior gegen 23 Uhr von der Tankstelle aus folgt und nur Minuten später zurückkommt. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage bis zum 21. März angesetzt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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