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Düsseldorf: Zoff um Großkonzert – Bürgermeister legt sich mit Söder an


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Zoff um Großkonzert – Bürgermeister legt sich mit Söder an

Von afp, dpa
Aktualisiert am 12.08.2020Lesedauer: 1 Min.
Sarah Connor singt auf der Bühne (Archivbild): Die Sängerin soll im September in Düsseldorf auftreten.
Sarah Connor singt auf der Bühne (Archivbild): Die Sängerin soll im September in Düsseldorf auftreten. (Quelle: Oliver Willikonsky/imago-images-bilder)
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Das Großkonzert in Düsseldorf soll trotz Kritik weiterhin stattfinden. Oberbürgermeister Thomas Geisel will von einer katastrophalen Signalwirkung nichts wissen – und wittert einen bundespolitischen Machtkampf.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat ein für den 4. September geplantes Großkonzert mit 13.000 Zuschauern in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt verteidigt. In Anspielung auf die Kritik von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, das Konzert sei ein "katastrophales Signal", sagte Geisel der Süddeutschen Zeitung laut Vorabmeldung vom Dienstag: "Eine katastrophale Signalwirkung wäre es nur gewesen, wenn meine Verwaltung sich nicht an Recht und Gesetz gehalten hätte."

"Lizenz zum Meckern"

Der Oberbürgermeister verwies auf die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung. "Die Veranstalter des Konzerts haben mit ihrem Hygienekonzept alle Bedingungen erfüllt, die diese einschlägigen Regeln verlangen", sagte er der Zeitung. Gegenüber WDR5 erklärte Geisel, die einschlägigen Anforderungen würden nicht nur erfüllt, sondern teilweise sogar deutlich übererfüllt.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: Der SPD-Politiker wehrt sich gegen Kritik vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder und von NRW-Ministerpräsident Laschet.
Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel: Der SPD-Politiker wehrt sich gegen Kritik vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder und von NRW-Ministerpräsident Laschet. (Quelle: Norbert Schmidt/Archivbild/imago-images-bilder)

Es gelten ein Abstandsgebot und die Pflicht, den ganzen Abend einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Alkohol soll verboten bleiben, jeder Besucher bekommt einen festen Sitzplatz. Angesichts dessen sei das Infektionsrisiko "sehr, sehr gering", so Geisel gegenüber WDR5.

"Ich wundere mich, wie heutzutage alles politisiert wird", sagte der OB der Süddeutschen Zeitung und sprach von einem "politischen Profilierungswettbewerb" zwischen Söder und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Die NRW-Landesregierung habe den Kommunen erst heikle Genehmigungen aufgebürdet, "aber wenn es politisch opportun erscheint, dann heißt es plötzlich, wir können das nicht entscheiden". Laschet wolle offenbar "eine Lizenz zum Meckern".

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa
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