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Düsseldorf: Mobbing und Belästigung bei der Feuerwehr – Beamter freigestellt

Beamter freigestellt  

Mobbing und Belästigung bei Düsseldorfer Feuerwehr

07.09.2020, 18:40 Uhr | t-online, dpa

Düsseldorf: Mobbing und Belästigung bei der Feuerwehr – Beamter freigestellt. Der Rücken einer Person mit Feuerwehr-Uniform: In Düsseldorf wurde ein Mitglied der Feuerwehr wegen Mobbing-Vorwürfen vom Dienst freigestellt. (Quelle: imago images/Symbolbild/Martin Wagner)

Der Rücken einer Person mit Feuerwehr-Uniform: In Düsseldorf wurde ein Mitglied der Feuerwehr wegen Mobbing-Vorwürfen vom Dienst freigestellt. (Quelle: Symbolbild/Martin Wagner/imago images)

Die Düsseldorfer Feuerwehr sorgt derzeit für Aufsehen. Eine Kollegin soll beleidigt und sexuell belästigt worden sein. Ein Feuerwehrmann wurde bereits freigestellt, gegen weitere Beamte wird ermittelt. 

Bei der Düsseldorfer Feuerwehr soll eine Mitarbeiterin sexuell belästigt und gemobbt worden sein. Das bestätigte die Stadt heute in einer Pressemitteilung. Die "Bild" hatte zuerst berichtet.

Demnach sei der Helm der Feuerwehrfrau mit einem Edding mit dem Wort "Votze" beschmiert worden. Die Frau sei sich sicher, dass es sich bei dem Täter um einen Kollegen gehandelt haben muss, da nur diese Zugang zur Dienstausrüstung hätten, berichtet die "Bild". Weil kein Schuldiger für den Vorfall ausgemacht werden konnte, habe die Stadt Düsseldorf Anzeige gegen Unbekannt erstattet, erklärte sie.

Disziplinarverfahren gegen mehrere Beamte

Ein weiterer Fall, der zur Freistellung eines Feuerwehrmannes führte, soll sich nach einem Brand in einem Bordell ereignet haben. Hier soll der Mann mit seinem entblößten Geschlechtsteil posiert haben. Anschließend habe er das Bild in einem internen Whatsapp-Chat der Wache verbreitet. Zudem sollen in dem Chat weitere sexistische sowie rassistische Inhalte kursieren, wie der "Express" schreibt. Weil die Feuerwehrfrau die Vorwürfe in diesem Fall mit Bildern und Texten aus der Whatsapp-Gruppe belegen konnte, wurde gegen den Feuerwehrmann neben der Freistellung ein Verfahren zur Suspendierung erwirkt. Auch gegen andere Beamte habe man Disziplinarverfahren eingeleitet, erklärte die Stadt.

"Sexismus und Rassismus haben in der Düsseldorfer Feuerwehr keinen Platz. Wir werden in aller Entschiedenheit gegen Beamte vorgehen, die sich in sexuell belästigender oder fremdenfeindlicher Art und Weise äußern. Wir stehen für den Schutz unserer Kolleginnen ein. Um diese Tendenzen zu bekämpfen, werden wir auch die Strukturen in der Feuerwehr auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls anpassen", wurde Feuerwehrchef David von der Lieth zitiert.

"Die Zahl der Frauen, aber auch die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund ist in der Feuerwehr zu niedrig. Wir wollen das so schnell wie möglich ändern", erklärte er weiter. Bei der Düsseldorfer Feuerwehr arbeiten derzeit nur zehn Frauen im Einsatzdienst – fünf von ihnen sind Auszubildende. Insgesamt gibt es in Düsseldorf 850 Feuerwehrbeamte.

Verwendete Quellen:

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