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Düsseldorf: Mutter getötet und zerstückelt – Verdächtiger ausgeliefert

Mordfall aufgeklärt  

Mutter getötet und zerstückelt – Verdächtiger ausgeliefert

27.10.2020, 12:53 Uhr | dpa

Düsseldorf: Mutter getötet und zerstückelt – Verdächtiger ausgeliefert. Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild): Nach seiner Auslieferung nach Deutschland könnte einem mutmaßlichen Mörder noch in diesem Jahr der Prozess gemacht werden.  (Quelle: dpa/Carsten Rehder)

Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild): Nach seiner Auslieferung nach Deutschland könnte einem mutmaßlichen Mörder noch in diesem Jahr der Prozess gemacht werden. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)

Er soll seine Mutter in Düsseldorf getötet, ihre Leiche zerteilt und sich dann ins Ausland abgesetzt haben: Ein 49-Jähriger ist von Kroatien nach Deutschland ausgeliefert worden. Nun soll ihm der Prozess gemacht werden. 

In aller Stille haben Düsseldorfer Ermittler einen dreieinhalb Jahre alten Mordfall aufgeklärt. Der mutmaßliche Mörder soll im April 2017 in Düsseldorf seine Mutter umgebracht und ihre Leiche zerstückelt haben. Der 49-Jährige sei in diesem Jahr in Kroatien gefasst und nach monatelangem Tauziehen nach Deutschland ausgeliefert worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Leichenteile waren in einem Kellerverschlag des Düsseldorfer Mehrfamilienhauses, in dem die 62-Jährige gelebt hatte, von Nachbarn entdeckt worden.

Die Tat hatte in dem Stadtteil für Entsetzen gesorgt. Der Leiche war unter anderem der Kopf abgetrennt worden. Die Polizei war Befürchtungen in der Bevölkerung entgegengetreten, der Täter könnte erneut und wahllos zuschlagen. "Sie war kein Zufallsopfer", hatten die Ermittler damals bereits verraten.

In Kroatien festgenommen

Laut Mordanklage hatte der Serbe seine ebenfalls aus Serbien stammende Mutter heimtückisch im Schlaf überrascht und getötet. Um ihre Leiche verschwinden zu lassen, habe er diese dann zerteilt und aus der Wohnung in den Keller geschafft. Mordmotiv soll ein seit langem schwelender innerfamiliärer Streit gewesen sein.

Der Verdächtige hatte sich unmittelbar nach der Tat nach Serbien abgesetzt. Bereits im Frühjahr 2018 hatte das Amtsgericht Düsseldorf einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Als er im Januar diesen Jahres von Serbien nach Kroatien reiste, sei er festgenommen worden. Danach habe er die Tat mehrfach bestritten und sich juristisch gegen seine Auslieferung gewehrt. Der Prozess gegen ihn könnte noch in diesem Jahr beginnen, hieß es.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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