Sie sind hier: Home > Regional > Düsseldorf >

NRW: Digitalisierung "über Jahre verschlafen" – Fortbildung für Lehrkräfte

Fortbildungen für Lehrkräfte  

NRW: Digitalisierung "über Jahre verschlafen"

02.03.2021, 11:41 Uhr | dpa

NRW: Digitalisierung "über Jahre verschlafen" – Fortbildung für Lehrkräfte. Yvonne Gebauer (FDP) (Quelle: dpa/Marcel Kusch/dpa POOL/Archivbild)

Yvonne Gebauer (FDP), Ministerin für Schule und Bildung von Nordrhein-Westfalen, spricht: Lehrkräfte in NRW sollen fortgebildet werden. (Quelle: Marcel Kusch/dpa POOL/Archivbild/dpa)

Schulen in NRW bekommen ein Fortbildungsbudget für Lehrkräfte. Vor allem das Thema Digitalisierung müssten viele nachholen.

Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen sollen nach Aussagen von Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) künftig stärker im Bereich der Digitalisierung aus- und fortgebildet werden. "Wir haben allen Schulen je 1.000 Euro Fortbildungsbudget zur Verfügung gestellt, ebenso wie einen pädagogischen Tag zur Fortbildung im Bereich der Digitalisierung", sagte Gebauer dem "Kölner Stadtanzeiger" (Dienstag). Zusätzlich würden insgesamt 18 Millionen Euro für die digitale Bildungsoffensive in die Hand genommen. In NRW gab es nach Angaben des Bildungsministeriums im Schuljahr 2019/20 rund 4.900 öffentliche Schulen.

Digitalisierung stehe auf ihrer Agenda weit oben, man müsse dazu aber auch die Verhältnisse kennen, sagte Gebauer. "Wir haben rund 200.000 Lehrkräfte in NRW, von denen ein Drittel über 50 Jahre und älter ist. Personen, die nicht mit der Digitalisierung aufgewachsen sind." Erst seit 2016 gebe es in der Ausbildungsordnung Vorgaben, die ein verpflichtendes Modul zur Digitalisierung vorsehen.

Zudem sollen der Ministerin zufolge Ende 2022 alle Schulen an ein leistungsfähiges Netz angeschlossen sein. 2017 sei das bei 13 Prozent der Schulen der Fall gewesen, Ende 2020 bei mehr als 60 Prozent.

Schulleiter hatten im November in einer repräsentativen forsa-Erhebung als eines der größten Probleme in der Pandemie fehlende Digitalisierung genannt – also zu wenige Endgeräte und Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Online-Unterricht.

Wibke Poth, stellvertretende NRW-Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), sagte im Januar, insgesamt sei das Thema Digitalisierung "über Jahre verschlafen" worden. Wenn ein Schüler nur via Handy am digitalen Unterricht teilnehmen könne, sei das natürlich nicht zufriedenstellend.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal