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Düsseldorf: Werberat rügt sexistische Schweine-Werbung

"Trauriges Spiegelbild der Industrie"  

Deutscher Werberat rügt sexistische Viehtransport-Werbung

30.09.2021, 11:37 Uhr | t-online, ads

Düsseldorf: Werberat rügt sexistische Schweine-Werbung. Diese Werbung auf einem Vieh-Transporter sorgt für Aufruhr: Nun beschäftigt sich auch der Werberat damit. (Quelle: Martin Rütter/Tierschutzbüro e.V.)

Diese Werbung auf einem Vieh-Transporter sorgt für Aufruhr: Nun beschäftigt sich auch der Werberat damit. (Quelle: Martin Rütter/Tierschutzbüro e.V.)

Aufregung um eine Werbung aus Düsseldorf: Die geschmacklose Anzeige erregt im Netz die Gemüter – nicht zum ersten Mal. Nun wurde die betroffene Firma gerügt.

Der Deutsche Werberat hat eine Werbung aus Düsseldorf gerügt. Sie zeigt ein Schwein, das in sexualisierter Weise dargestellt wird: In der skurrilen Anzeige ist eine Muttersau zu sehen, die sich in Reizwäsche räkelt. Damit wirbt ein Lebendvieh-Transportunternehmen aus Düsseldorf.

Neben der Zeichnung steht: "Lebende Tiere, Transport mit Leidenschaft." Im Netz wird die Werbung des Unternehmens stark kritisiert. "Ein Beispiel für Menschen die sämtliche Empathie und Respekt verloren haben", nennt eine Nutzerin die Szene. Sie ist eine von vielen Usern, die sich auf Facebook schockiert von der Werbung zeigen und sie unter anderem als "pervers" bezeichnen.

Fotografiert hat den Transporter TV-Hundetrainer Martin Rütter. Er nennt die Werbung beschämend und respektlos. Dabei macht sie seit Jahren die Runde: Bereits 2017 hatte sich der Werberat mit ihr beschäftigt – und damals nicht beanstandet.

Sexistische Werbung in Düsseldorf: "Wenn's nicht gefällt weggucken"

Nun hat der Werberat die Transportfirma doch wegen "Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen" öffentlich gerügt. Bei der Firma sollen die Vorwürfe angeblich auf taube Ohren stoßen. Eine Kommentatorin veröffentlichte eine E-Mail, in der sie offenbar auf die Vorwürfe reagiert: "Verbittert und traurig", nennt die Firma die Kritiker da.

Sie seien offenbar "intellektuell nicht in der Lage" dazu, die Nachricht hinter der Werbung zu verstehen. Ihr Fazit: "Wenn's nicht gefällt, weggucken." Für weitere Kommentare zur Situation sei man nicht bereit.

Der Verein Tierschützbüro kritisiert: "Die Tierindustrie zeigt mit dieser Werbung wieder einmal, wie lebensverachtend sie ist." Die Firma preise auf sexistische Weise "Tod und Quälerei Millionen unschuldiger Tiere" an. "Das halten wir für ein trauriges Spiegelbild dessen, wie Menschen und Tiere in dieser Industrie betrachtet werden."

Verwendete Quellen:

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