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Deutlich mehr antisemitische Straftaten in NRW

Von dpa
Aktualisiert am 04.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Uniform der nordrheinwestfälischen Polizei (Symbolbild): in NRW wurden mehr antisemitische Straftaten registriert als im letzten Jahr.
Uniform der nordrheinwestfälischen Polizei (Symbolbild): in NRW wurden mehr antisemitische Straftaten registriert als im letzten Jahr. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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2021 gab es deutlich mehr antisemitische Straftaten in Nordrhein-Westfalen als im Jahr davor – der Großteil wurde Rechtsextremisten zugeordnet.

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist stark gestiegen. Wurden 2020 noch 276 Straftaten in diesem Bereich erfasst, waren es 2021 insgesamt 437. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion zu politisch rechts motivierten Gewalttaten hervor. Der Großteil der antisemitischen Straftaten wurde demnach Rechtsextremisten zugeordnet (368 von 437).

Die meisten antisemitischen Delikte sind demnach 2021 in Meckenheim bei Bonn (59), Essen (34), Köln (27), Gelsenkirchen (26), Düsseldorf (21) und Dortmund (20) begangen worden. Im Jahr 2021 seien in NRW keine Tatverdächtigen wegen einer antisemitischen Straftat festgenommen worden, hieß es in der Antwort der Landesregierung.

Antisemitische Straftaten steigen – islam- und flüchtlingsfeindliche Straftaten sinken

Bei den islamfeindlichen Straftaten wurde ein Rückgang von 186 in 2020 auf 110 im vergangenen Jahr verzeichnet. Die Schändung muslimischer Gräber in der Silvesternacht in Iserlohn sei noch nicht in der Statistik erfasst. Zurückgegangen seien auch flüchtlingsfeindliche Straftaten. In diesem Bereich haben sich die Delikte von 284 auf 130 mehr als halbiert und nach Angaben der Landesregierung den niedrigsten Stand seit 2016 erreicht.

Insgesamt ging die politisch rechts motivierte Kriminalität um 249 Straftaten auf 3.134 Delikte in 2021 zurück. Bei den rassistischen Straftaten gab es im Jahresvergleich einen Anstieg von 438 auf 462. Die meisten Straftaten wurden in Köln (189), Dortmund (183), Essen (171) und Düsseldorf (170) begangen.

Grünen-Fraktionschefin Verena Schäffer forderte am Freitag mehr Schutz für Betroffene sowie eine Dunkelfeldstudie zur Kriminalität von rechts. Rechtsextreme müssten entwaffnet und Haftbefehle vollstreckt werden.

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