• Home
  • Regional
  • D√ľsseldorf
  • Wahlbeteiligung in NRW: Vom Stamm- zum Nichtw√§hler?


Meinung
Was ist eine Meinung?

Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung √ľbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Erst Stamm-, dann Nichtwähler?

Von Carlotta Cornelius

16.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Auszählung der Briefwahlstimmen nach der NRW-Landtagswahl 2022: Anstatt anderen Parteien ihre Stimmen zu geben, wählten viele SPD-Stammwähler gar nicht.
Auszählung der Briefwahlstimmen nach der NRW-Landtagswahl 2022: Anstatt anderen Parteien ihre Stimmen zu geben, wählten viele SPD-Stammwähler gar nicht. (Quelle: Panama Pictures/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextUnwetter hinterlassen Sch√§denSymbolbild f√ľr einen TextS√∂hne besuchen Becker im Gef√§ngnisSymbolbild f√ľr ein Video2.000 Jahre alte Schildkr√∂te ausgegrabenSymbolbild f√ľr einen TextDeutsche verbrauchen weniger GasSymbolbild f√ľr einen TextBundesliga-Klubs starten neue KooperationSymbolbild f√ľr einen TextLudowig-Tochter zeigt sich im BikiniSymbolbild f√ľr einen TextScholz: Kaliningrad-Transit deeskalierenSymbolbild f√ľr ein VideoNuklear-Hotel soll jahrelang fliegenSymbolbild f√ľr einen TextVerstappen gegen Sperre f√ľr F1-LegendeSymbolbild f√ľr einen TextNarumol zeigt ihre T√∂chterSymbolbild f√ľr einen TextEinziges Spa√übad von Sylt muss schlie√üenSymbolbild f√ľr einen Watson TeaserBecker bekommt erfreulichen Knast-BesuchSymbolbild f√ľr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Die Wahlbeteiligung bei der NRW-Landtagswahl war so niedrig wie nie zuvor. Auffällig ist: Anstatt zu anderen Parteien abzuwandern, wählten viele SPD-Wähler lieber gar nicht. Ein Kommentar.

Im Grunde lie√ü sich die Niederlage sp√§testens nach dem Duell der Spitzenkandidaten am Donnerstag vor der Wahl erahnen: W√§hrend sich Spitzenkandidat Hendrik W√ľst (CDU) mit SPD-Themen wie Chancengleichheit und dem Erhalt von Arbeitspl√§tzen profilierte, bot sich f√ľr Herausforderer Thomas Kutschaty (SPD) kaum ein Angriffspunkt.

Stattdessen entspann sich unter den Kontrahenten ein friedliches Duett, aus dem der gut vorbereitete W√ľst als klarer Sieger hervorging. Das von Kutschaty repr√§sentierte SPD-Wahlprogramm krankte dagegen an den altbekannten Problemen: Wenig Profil, wenig Substanz im Vergleich zur Konkurrenz.

Dass das so manch einen vormaligen SPD-W√§hler frustrierte, ist nachvollziehbar. So verzeichnete die SPD ein Minus an Stimmanteilen von 4,6 Prozent im Vergleich zur Wahl 2017. Eine Entwicklung √ľberraschte dann aber doch.

NRW-Landtagswahl: CDU ‚Äď die neuen Sozialdemokraten?

Laut einer Analyse des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap w√§hlten 300.000 B√ľrgerinnen und B√ľrger, die 2017 noch SPD gew√§hlt hatten, 2022 lieber gar nicht. 40.000 wanderten ab zur CDU.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Letzteres l√§sst sich leicht erkl√§ren: Beide Parteien wiesen gro√üe Schnittmengen in ihrem Wahlprogramm auf. Die CDU genoss dabei den Heimvorteil der amtierenden Regierungspartei. Ein Trumpf, den W√ľst zuletzt beim Live-Duell mit gro√üem Selbstvertrauen f√ľr sich nutzte.

Nur wahlm√ľde oder unterrepr√§sentiert?

Dass 300.000 vormalige SPD-W√§hler 2022 lieber gar nicht w√§hlten, anstatt zu anderen Landtags- oder Kleinstparteien abzuwandern, ist dagegen nicht nur bedenklich, sondern bietet vor allem einen Grund zum Kopfsch√ľtteln.

Nat√ľrlich k√∂nnte man den Massenabgang an SPD-W√§hlern auf die allgemeine Wahlm√ľdigkeit schieben. Die viel entscheidendere Frage ist aber: Was wurde von der SPD erwartet, was keine andere Partei und Kleinstpartei liefern konnte?

F√ľr die SPD bedeutet das bis zur n√§chsten Wahl Stoff zum Nachdenken. Aber ganz ehrlich: Dass es der SPD an Profil mangelt, ist nicht erst seit 2022 ein Problem. Wer 2017 √ľberzeugt ins Wahllokal gehen und SPD w√§hlen konnte, h√§tte in diesem Jahr keinen neuen Grund gehabt, sich anders zu entscheiden.

Die perfekte Partei gibt es nicht

Und trotzdem haben am Sonntag 300.000 vormalige Wahlg√§nger ‚Äď sei es aus Frust oder aus Prinzip ‚Äď die Wahl lieber boykottiert, als irgendetwas anderes als SPD zu w√§hlen. Das hat etwas von Bockigkeit. Und wieder einmal wundert man sich nicht √ľber das Klischee vom verbohrten SPD-Stammw√§hler.

Nein, die perfekte Partei gibt es nicht. Jeder, der sich vor einer Wahl mit den Parteiprogrammen und dem Wahl-o-Mat auseinandersetzt, muss abwägen. Welche Standpunkte sind unverhandelbar? Bei welchen bin ich flexibel?

Abo k√ľndigen reicht nicht

Eine hundertprozentige √úbereinstimmung gibt es nicht und gab es noch nie. Zumindest nicht unter denen, die sich ihre Meinung auch abseits von Parteitagen und Stammtischen bilden.

Ebenso wenig eine Demokratie ohne Wahlen. Und eine Wahl, an der sich gerade einmal 50 Prozent der Landesbevölkerung beteiligen, trägt auf Dauer keine Gesellschaft. Und die ist, in Zeiten der Spaltung, wichtiger denn je.

In diesem Sinne sollte sich jeder, der 2022 vom SPD-Stammw√§hler zum Nichtw√§hler mutierte, beim n√§chsten Mal ein Beispiel aus dem Alltag zu Herzen nehmen: Ein Abo kann man zwar k√ľndigen ‚Äď aber auch wechseln.

Loading...
Symbolbild f√ľr eingebettete Inhalte

Embed

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
CDUSPD

t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website