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Trotz großer Mobilisierung nur kleinere Corona-Proteste

Von dpa
02.02.2022Lesedauer: 1 Min.
Demonstration gegen Corona-Maßnahmen
Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen stehen in der Innenstadt neben einer Polizeikette. (Quelle: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Nach Mobilisierungen für zentrale Proteste hat es in Thüringen am Mittwoch mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Landesweit beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei vom späten Abend rund 6000 Maßnahmenkritiker und Gegendemonstranten an Aktionen. Die Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen seien nicht angemeldet worden.

Die meisten Teilnehmer der Proteste hätten die Infektionsvorschriften bezüglich des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen und der gebotenen Abstände missachtet, hieß es. Den Anweisungen der Polizei sei häufig nicht Folge geleistet worden. In Hildburghausen sei es zu Tätlichkeiten gegenüber Einsatzkräften gekommen, es habe unmittelbarer Zwang gegen einzelne Personen angewendet werden müssen. Nach derzeitigem Stand seien am Abend drei Einsatzkräfte verletzt worden. Zwei Maßnahmenkritiker hätten "im Zuge von Widerstandshandlungen" leichte Verletzungen erlitten.

Bei den größten Protesten zählte die Polizei in Gera rund 3500 Menschen, in Bad Salzungen etwa 1500, in Schleiz rund 650 und in Sömmerda etwa 300. Bei einer angemeldeten Gegenveranstaltung in Erfurt wurden 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. Sie hielten Schilder und Banner mit Aufschriften wie "Mit- statt Querdenken" oder "Impfen statt Schimpfen" in den Händen.

In den vergangenen Tagen kursierten auf Telegram Aufrufe zu einem landesweiten "Gesamtspaziergang". Die Polizei bereitete sich auf einen größeren Einsatz in Erfurt vor. Auch die Gegenkundgebung wurde vor diesem Hintergrund organisiert. Im Laufe des Mittwochs wurde dann klar, dass es mehrere Aufrufe zu regional zentralen Protesten in Gera (Ostthüringen), Hildburghausen (Südthüringen), Sömmerda (Nordthüringen) und Bad Salzungen (Westthüringen) gab.

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