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Lost Places im Ruhrgebiet: Von Fabrik bis Freizeitpark und Villa


Abenteuer, Rätseln und Nervenkitzel
Lost Places im und rund ums Ruhrgebiet


Aktualisiert am 05.05.2024Lesedauer: 3 Min.
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Die Kokerei Hansa: Heute ist sie ein Industriedenkmal im Dortmunder Stadtteil Huckarde.Vergrößern des Bildes
Die Kokerei Hansa: Heute ist sie ein Industriedenkmal im Dortmunder Stadtteil Huckarde. (Quelle: imago-images-bilder)

Alte Industriefabrik, verlassener Freizeitpark, leerstehende Villa: Im Ruhrgebiet und in der Nähe gibt es viele "Lost Places". Wir zeigen fünf ganz besondere Orte.

Es scheint, als sei die Zeit an diesen verlassenen Orten stehen geblieben. Lost Places riechen nach Abenteuer, Rätseln und Nervenkitzel. Was hat sich hier einmal abgespielt? Wie sah der Ort früher aus? Verlassene Industriegelände, unbewohnte Häuser und alte Mauern laden zum Erkunden ein. Wir stellen fünf spannende Lost Places im und rund ums Ruhrgebiet vor.

Ein Hinweis vorab: In der Regel ist das Betreten der vergessenen Orte verboten und teilweise sogar lebensgefährlich. Bei baufälligen Gebäuden können Böden einstürzen oder Balken brechen. Betritt man einen Lost Place ohne Genehmigung, kann das strafrechtliche Konsequenzen haben. "Urbexer" nennt man die Menschen, die nach Lost Places jagen. Zu ihren Grundsätzen zählt es, die genauen Adressen nicht bekannt zu geben. Stellenweise ist also ein bisschen Suchen nötig.

Kokerei Hansa in Dortmund

Das verlassene Fabrikgelände mit seinen riesigen Schornsteinen, verwucherten Industriehallen und rostigen Kohleöfen eignet sich für Einsteiger: Das Betreten des Geländes, das unter Denkmalschutz steht, ist legal, außerdem gibt es offizielle Führungen.

Dort kann man spannende Fakten über die Zeit zwischen 1928 und 1992 erfahren, als hier noch Steinkohle zum Brennstoff Koks verarbeitet wurde. Besucher erwartetet ein typischer Ruhrpott-Lost-Place, bei dem sich die Natur die Industriebrache zurückerobert.

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Schlackebahn in Bochum

Deutlich mehr Mut braucht, wer sich zu diesem Lost Place begeben möchte: Unter einem ehemaligen Stahlwerk in Bochum befindet sich ein unterirdischer Tunnel, der einst Schlacke abtransportierte. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt der Stahlerzeugung.

Abenteurer sind allerdings nicht willkommen: Viele Eingänge zu dem Röhrentunnel wurden inzwischen zugeschüttet. Weil sich während der Montanindustrie glühend heiße Schlacke in dem unterirdischen System befand, soll die Luft in der Schlackebahn noch heute warm und feucht sein.

Freizeitpark Ittertal in Solingen

Seit Herbst 2018 ist in dem Freizeitpark in Solingen kein Kind mehr Karussell gefahren. Das historische Wasserkarussell aus dem Jahr 1907, die Spielgeräte, der Märchenwald und die Gaststätte sind heute menschenleer – und das, obwohl früher jedes Jahr Zehntausende Besucher in den Freizeitpark strömten.

Die Eigentümer wollen allerdings verhindern, dass der verlassene Freizeitpark mit seiner mystischen Stimmung Touristen anlockt: Sie sollen das Gelände überwachen lassen, die Polizei ermittelt bereits in einem Fall, in dem YouTuber einbrachen.

Villa Amalia in Wuppertal

Manche dürften diesen Lost Place schon kennen: Die Villa Amalia im Briller Viertel von Wuppertal war nämlich Drehort der Serie "Babylon Berlin". Das Anwesen, das Ende des 19. Jahrhunderts für den Juristen und Politiker Albert Neuhaus errichtet wurde, hat über 9.000 Quadratmeter.

Die Inneneinrichtung erinnert an die luxuriösen Tage: prunkvolle Kronleuchter, verschnörkelte Treppen, Wandmalereien, faszinierende Architektur. Bis 2012 wurde sie noch bewohnt, allerdings als Seniorenresidenz. Nach dem Konkurs stand die Villa leer, ist aber nun im Besitz einer Immobilienfirma.

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Villa von Hans-Günther-Sohl in Düsseldorf

Ebenfalls in die Kategorie "leerstehende Luxusvilla" fällt das Anwesen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Thyssen AG, Hans-Günther Sohl. Es befindet sich in Düsseldorf Hubbelrath und wartet mit ungewöhnlicher Ausstattung auf: Noch unter dem Keller mit beheizbarem Schwimmbad befindet sich ein eigener Atombunker.

Highlights sind auch ein Fahrstuhl bis ins Dachgeschoss, ein begehbarer, aber verschlossener Tresor und vier Kamine. Der zum Anwesen gehörende Park hat etwa 40.000 Quadratmeter. Der Prunkbau steht bereits seit Ende der 90er Jahre leer. Zwar gibt es Ideen, wie die Villa des einstigen Wehrwirtschaftsführers der Reichsvereinigung Eisen genutzt werden könnte, nach aktuellem Stand soll sie aber abgerissen werden.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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