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Sizilien: Bochumer Forscher finden uralten Löwenkopf aus Marmor


Bei Ausgrabungen auf Sizilien
Bochumer Forschende finden Löwenkopf aus Marmor

Von t-online, tht

28.08.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0200339948Vergrößern des BildesRuinen und Säulen von in der archäologischen Stätte von Selinunt: Ganz in der Nähe machten die Forscher eine Entdeckung. (Quelle: IMAGO/Frank Bienewald)
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Der wasserspeiende Löwe ist 60 Zentimeter hoch und den Forschern zufolge deutlich größer als ähnliche Funde aus der Region. Er stammt vermutlich aus dem 5. Jahrhundert.

Bei Grabungen auf Sizilien hat ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum einen spektakulären Fund gemacht: Es entdeckte Angaben der Universität zufolge unmittelbar auf einer Straße in der Nähe des antiken Osthafens von Selinunt einen Löwenkopf aus Marmor. Selinunt ist eine archäologische Fundstätte in der Nähe der Gemeinde Castelvetrano auf Sizilien.

Der Löwenkopf ist laut dem Forscherteam ein Baudetail eines Tempeldaches, um Regenwasser abzuleiten. Der Wasserspeier ist demnach 60 Zentimeter hoch und sei damit deutlich größer als ähnliche Funde aus der Region. "Besonders macht ihn auch das Material, das im westgriechischen Raum selten und kostbar war. Der Löwenkopf ist ungewöhnlich gut erhalten und noch unfertig", heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Die Anfertigung stammt vermutlich aus dem 5. Jahrhundert. Ob der Löwe für den bekannten Tempel E in Selinunt oder für einen anderen, noch unbekannten Tempel gedacht war, ist dem Forscherteam um Jon Albers noch unklar. Den Forschenden erlaubt der Fund jedoch Rückschlüsse auf Handelsbeziehungen und technische Fertigkeiten der antiken Bewohner von Selinunt. Insgesamt seien in ganz Süditalien und auf Sizilien bislang nur neun Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus bekannt, die einen solchen Wasserspeier aus griechischem Marmor besaßen.

Der Löwe aus Marmor war scheinbar noch nicht verbaut, denn er ist noch nicht fertig bearbeitet. Zwar sei der Block den Forschern zufolge deutlich besser erhalten als andere Dächer mit Löwenkopfspeiern, allerdings sei der charakteristische Wasserauslass noch nicht eingearbeitet. Auch fehle die hintere Löwenmähne und die Dekoration am oberen Abschluss der Platte sei noch nicht fertig. "Durch diesen Zustand erlaubt das Fundstück uns, auch die Herstellungsprozesse für solche Architekturteile besser zu verstehen", kommentiert Jon Albers laut Mitteilung der Universität den Fund.

Verwendete Quellen
  • Mitteilung der Ruhr-Universität Bochum vom 28. August 2023
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