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Essen: Lost-Place-Erkundung in Rüttenscheid bringt Mann fast in Lebensgefahr


Versteckter Bunker
Lost-Place-Suche bringt Fotografen fast in Lebensgefahr

Von t-online, jum

30.11.2023Lesedauer: 2 Min.
EssenVergrößern des BildesDas Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen (Archivbild): In der Nähe des Gebäudes kam es am Donnerstag zu einem größeren Feuerwehreinsatz. (Quelle: Kerstin Kokoska/imago-images-bilder)
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Bei der Erkundung eines Lost Places hat sich ein Fotograf aus Essen unfreiwillig in Lebensgefahr begeben. Die Feuerwehr musste zum Einsatz ausrücken.

Eigentlich wollte sich ein Fotograf aus Essen nur einen verlassenen Ort im Stadtteil Rüttenscheid anschauen. Doch seine Neugier brachte den Mann am Donnerstag kurzzeitig in Lebensgefahr, sodass am Ende sogar die Feuerwehr ausrücken musste. "Der Westen" hatte zuerst von dem Vorfall in der Ruhrgebietsstadt berichtet.

Wie ein Sprecher der Feuerwehr t-online auf Nachfrage mitteilte, war der Mann auf der Jagd nach einem sogenannten "Lost Place" auf einen alten Bunker im Bereich des Alfried-Krupp-Krankenhauses gestoßen. Kurz nach Betretens des Ortes sei ihm sehr schnell schummerig und schlecht geworden, so der Sprecher weiter. Der Mann sei jedoch gut ausgestattet gewesen und hätte mit einem speziellen Messgerät einen geringen Sauerstoffwert und Atemgase in der Umgebung festgestellt, sodass er sich umgehend in Sicherheit gebracht habe. Zurück an der Luft habe er anschließend die Feuerwehr verständigt, die den Verdacht des Mannes nach umgehender Untersuchung bestätigte: Die Luft im Bunker war mit sehr hohen Kohlenmonoxid-Werten angereichert.

Nach Angaben der Feuerwehr sei es ganz normal, dass diese Gase in Bunkern entstehen, wenn diese über längerer Zeit nicht belüftet werden. Diese Tatsache sei allerdings deshalb gefährlich, da das geruchslose Gas bei hoher Konzentration schnell zu Bewusstlosigkeit und Tod führen könne.

Feuerwehr-Sprecher verwundert über Auffinden des Bunkers

Dass der Fotograf den versteckten Bunker überhaupt gefunden habe, überraschte den Feuerwehr-Sprecher jedoch viel mehr. "Den meisten Essenern war gar nicht bewusst, dass hier ein Bunker existiert." Es handle sich zudem vielmehr um eine versteckte Anlage unter der Erde, "wie ein Erdloch", erklärte er. Der Eingang sei sehr eng, sodass ein Mensch nur mit Mühe hineinpasse. Dennoch sei der Fotograf nicht unerlaubt in den Lost Place eingedrungen. Vielmehr sei der versteckte Eingang offen gewesen, was nun alsbald geändert werden soll. Zuvor musste die Anlage jedoch zur Sicherheit nach weiteren Personen abgesucht werden.

Um die Räumlichkeiten zu untersuchen, mussten zahlreiche Einsatzkräfte mit Atemschutzmasken in den Bunker hineinsteigen. Rund 30 Einsatzkräfte sind am Nachmittag vor Ort gewesen, darunter auch ein Team der Höhenrettung. Bei der Suche, die mittlerweile abgeschlossen ist, wurden keine weiteren Personen gefunden. Der Zugang zum Bunker wird nun verschlossen, um weitere Menschen zu schützen.

Der Fotograf sei übrigens bei seiner Erkundungstour nicht verletzt worden, so die Feuerwehr. Keine weiteren medizinischen Untersuchungen seien notwendig gewesen.

Verwendete Quellen
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