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"Hausmeister Krause" vor Comeback: Tom Gerhardt hält Gendern für "spießig"


"Gendern geht Hausmeister Krause am Arsch vorbei"

Von Nils Heidemann

Aktualisiert am 12.01.2022Lesedauer: 3 Min.
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Tom Gerhardt als "Hausmeister Krause" (Archivbild): Die Figur kehrt zurück – auf die Theaterbühne.
Tom Gerhardt als "Hausmeister Krause" (Archivbild): Die Figur kehrt zurück – auf die Theaterbühne. (Quelle: BRIGANI-ART/imago-images-bilder)
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In den 2000ern war Hausmeister Krause ein Star. Nun kehrt er auf die Theaterbühne zurück. Komiker Tom Gerhardt spricht über die Zukunft der Figur – und über "Political Correctness".

An diesem Donnerstag feiert Hausmeister Krause sein Comeback. Der Komiker Tom Gerhardt bringt den oberspießigen und dackelverliebten Serienhelden zurück – und zwar auf einer Theaterbühne in Essen.

"Wenn mich die Leute immer wieder darauf ansprechen und mit leuchtenden Augen danach gieren, dann werde ich mich um diese Leute kümmern", so der 64-Jährige im t-online-Gespräch zu der Entscheidung, wieder in die Kultfigur zu schlüpfen. Sein kratzbürstiger Hausmeister Krause habe sich mittlerweile vielen wie eine Comicfigur in die Köpfe eingebrannt – auch mehr als elf Jahre nach Erscheinen der letzten Staffel (2010).

In der Fernsehserie stand der sture Hausmeister Dieter Krause aus Köln-Kalk im Mittelpunkt, stets den grauen Kittel und Cord-Hut dabei. Die Hausordnung und sein Dackel Bodo waren Krause heilig – Ehefrau Lisbeth eher nicht so sehr. Die Serie war Ende der 90er und im ersten Jahrzehnt des Jahrtausends ein Quoten-Hit.

Tom Gerhardt zum Gendern: "Spießig und kleinkariert"

Überschwänglicher Fäkalhumor, Sexismus und eine "nach unten treten"-Attitüde – das fand oft Platz in der Show. Laut Gerhardt funktioniere das Konzept von damals auch heute noch. Auch wenn manches womöglich aus der Zeit gefallen scheint.

Gerhardt dazu: "Wenn es Leute gibt, die damit nichts anfangen können, dann war das schon immer so." Er glaubt nicht, dass die Zuschauer in seinem Programm beispielsweise eine gendernde Hauptfigur erwarten würden: "Hausmeister Krause möchte ich mir beim Gendern nicht vorstellen. Das geht ihm völlig am Arsch vorbei." Auch der Privatmann Gerhardt selbst hält von geschlechtergerechter Sprache nichts: "Spießig und kleinkariert" sei diese. Und er meint: "Sprachbetreuung? Nein, danke."

Ähnliches gelte auch mit Blick auf die "Political Correctness" in der Unterhaltung. Die Bestrebung also, Witze auf Kosten von Minderheiten oder Benachteiligten zu vermeiden. Da will Gerhardt nicht mitgehen: "Wenn es auch noch die Comedy erwischt, dann kann die Branche gleich mal alle Türen zu machen." Der ein oder andere politisch-unkorrekte Scherz dürfte sich daher wohl auch im Theaterstück wiederfinden.

Worum geht's denn dann in dem Stück? Darin möchte Gerhardts Kunstfigur Dieter Krause erneut die Präsidentschaft des Dackel-Clubs an sich reißen. Doch dadurch vergisst er den Hochzeitstag mit seiner Frau Lisbeth. Was folgt: ein Rosenkrieg, bei dem Krauses Frau eine grausame Rache für ihren Mann Dieter plant.

Der damalige Cast von "Hausmeister Krause" (Archivbild): Das Kult-Format kommt zurück. Allerdings ist als Schauspieler im Theater nur Tom Gerhardt von der damaligen Besetzung dabei.
Der damalige Cast von "Hausmeister Krause" (Archivbild): Das Kult-Format kommt zurück. Allerdings ist als Schauspieler im Theater nur Tom Gerhardt von der damaligen Besetzung dabei. (Quelle: teutopress/imago-images-bilder)

"Das haben wir im TV auch schon einmal erlebt. Aber wo es im TV aufhört, fängt es im Theaterstück erst richtig an", so Gerhardt. Auf die Premiere am Donnerstag freut sich der 64-Jährige bereits sehr. "Ich brenne natürlich jetzt darauf, das Adrenalin einer Live-Aufführung zu erleben." Die Corona-Regeln in der Show generell nehme der Komiker "stoisch hin".

"Et kütt wie et kütt", sagt der Kölner. Er sei klar für das Impfen, aber dagegen, dass jeder Einzelne gezwungen wird – "auch wenn ich Impffreund bin". Gerhardt ist nach eigener Aussage doppelt geimpft und genesen.

Dabei hatte er die Rückkehr von Hausmeister Krause zunächst gar nicht geplant. "Ich war gerade dabei ein Theaterstück zu einem anderen Thema zu schreiben mit meinem Co-Autoren Franz Krause. Aber wir kamen nicht so richtig vorwärts." In einem Kölner Kiosk habe ihn dann die Besitzerin erkannt und um Neues von Hausmeister Krause gebeten. Gerhardt kam zu dem Entschluss: "Was denkst du eigentlich noch lange nach über ein neues Thema? Die Leute wollen genau das. Also sollen sie das auch kriegen."

Vom 13. Januar bis zum 13. Februar gastiert "Hausmeister Krause" im Theater in Essen. Tickets und weitere Informationen gibt es hier.

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Komiker Tom Gerhardt
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Tom Gerhardt

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