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Kampagne gegen OB Peter Feldmann: Unternehmer mischt Frankfurter Rathaus-Posse auf


Unternehmer mischt Frankfurter Rathaus-Posse auf


Aktualisiert am 27.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Oberbürgermeister Peter Feldmann (links) und der Unternehmer Stefan Knoll (rechts): Der Unternehmer startete eine Kampagne gegen den OB.
Oberbürgermeister Peter Feldmann (links) und der Unternehmer Stefan Knoll (rechts): Der Unternehmer startete eine Kampagne gegen den OB. (Quelle: t-online Collage/brennweiteffm/eventpress)

Der Unternehmer Stefan M. Knoll führt eine politische Kampagne gegen Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Knoll will wohl selber als OB kandidieren.

Der Tag zur möglichen Abwahl von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am 6. November rückt näher. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Familienversicherung AG (DFV), Stefan M. Knoll, wirbt für eine Abwahl des OB und hat eine politische Kampagne gegen Feldmann gestartet.

Auf die Facebook-Seite der DFV hat das Unternehmen mehrere als Anzeigen getarnte Posts gestellt. Ein Post zeigt Feldmann im Frankfurter Römer grinsend mit dem Europapokal. Es war der Abend, als Eintracht Frankfurt nach dem Sieg im Europa-League-Finale gegen Glasgow Rangers mit den Fans am Römer gefeiert hat. Feldmann hatte damals Kapitän Sebastian Rode den Pokal aus der Hand genommen. Das sorgte für Kritik am OB. Unter der Anzeige steht: "DFV-Hausratversicherung. Schützt auch bei 'Diebstahl'". Oben rechts steht das Logo der DFV.

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Ein weiteres Bild zeigt Feldmann im Flugzeug auf dem Weg nach Sevilla. Feldmann äußerte sich sexistisch über die Flugbegleiterinnen. Die DFV macht daraus: "DFV-Pflegezusatzversicherung. Bevor deine Hormone dich außer Gefecht setzen!". Auf Anfrage von t-online hat die DFV die Werbekampagne aus Eigenmittel finanziert. Kritik erhält Knoll auf Facebook vom Frankfurter Eventmanager Bernd Reisig: "Übrigens kann eine solche Werbung als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Somit zahlen wir alle das mit."

Stefan Knoll will wohl Oberbürgermeister werden

Brisant an der Kampagne gegen Feldmann ist nicht nur, dass die Steuerzahler möglicherweise die Kampagne mitfinanzieren, sondern auch, dass Knoll laut Medienberichten für die CDU als Oberbürgermeister antreten will. Das berichten die "Börsen-Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau". Demnach sagte der 64-Jährige bei einer Diskussion: "Ja, ich will Oberbürgermeister dieser Stadt werden, und dazu stehe ich auch." Offen bleibt laut "Börsen-Zeitung", ob Knoll als CDU-Kandidat oder als unabhängiger Bewerber antreten würde.

In einem Statement auf der Facebook-Seite des Unternehmens heißt es, dass Knoll allerdings nicht vor 2024 als OB-Kandidat antreten werde. "Auf einen Wechsel in die Politik deutlich vor dem regulären Wahltermin im Jahr 2024 bin weder ich noch mein Unternehmen eingestellt. Sollte es also zur Abwahl des Oberbürgermeisters am 6. November kommen, stünde ich für eine Kandidatur anschließend nicht zur Verfügung."

Am 6. November entscheiden 512.000 Wahlberechtigte in Frankfurt, ob sie Feldmann trotz Korruptionsanklage und umstrittener Auftritte als Oberbürgermeister behalten wollen. Damit die Wahl gültig wird, müssen mindestens 30 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter abstimmen. Wenn das Quorum von 30 Prozent nicht erreicht werden sollte, wird Feldmann nach derzeitigem Stand bis 2024 im Amt bleiben.

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