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Razzia auf Oligarchen-Jacht "Dilbar": Die Kunstschätze von Alisher Usmanow


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Fahnder stoßen auf Kunstschätze von russischem Oligarchen Usmanow

Von t-online, EP

Aktualisiert am 08.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Der russische Oligarch Alisher Usmanov und seine Jacht "Dilbar" im Hamburger Hafen (Archivbild): Zur Ausstattung des Schiffes gehören Kunstschätze.
Der russische Oligarch Alisher Usmanov und seine Jacht "Dilbar" im Hamburger Hafen (Archivbild): Zur Ausstattung des Schiffes gehören Kunstschätze. (Quelle: ITAR-TASS/Hanno Bode/imago images)
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Die Jacht "Dilbar" des russischen Oligarchen Usmanow war bereits festgesetzt. Nun sind auch Teile der Ausstattung beschlagnahmt worden: hochwertige Kunstwerke.

Seine Jacht "Dilbar" wurde im Rahmen der Sanktionen in Hamburg von den deutschen Behörden festgesetzt. Nun sind Fahnder auf Kunstschätze des russischen Oligarchen Alisher Usmanow gestoßen. Wie der "NDR" berichtet, habe es bereits im September eine Razzia in Hamburg gegeben. Eigentlich hatten Fahnder feststellen wollen, wem das Schiff tatsächlich gehört.

Bei der Durchsuchung einer Spedition seien sie dann auf Kunstwerke gestoßen – und zwar nicht gerade wenige. 30 Bilder im Wert von mehreren Millionen Euro seien beschlagnahmt worden. Darunter auch ein Bild von Marc Chagall. Der französisch-russische Expressionist zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts.

Der russische Oligarch Alisher Usmanov schüttel die Hand von Wladimir Putin (Archivbild): Wegen der Nähe zum Kreml wurden seine Besitztümer in der EU eingefroren.
Der russische Oligarch Alisher Usmanow schüttelt die Hand von Wladimir Putin (Archivbild): Wegen der Nähe zum Kreml wurden seine Besitztümer in der EU eingefroren. (Quelle: Mikhail Metzel/imago images)

Hamburg: Kunstwerke während Arbeiten an Jacht eingelagert

Wie die SZ berichtet, gehören die Bilder zur Einrichtung der Superjacht "Dilbar", die im Herbst 2021 zur Generalüberholung in Hamburg auf ein Trockendock der Werft Bloom+Voss gebracht wurde. Sie seien bei der Spedition für den Zeitraum der Arbeiten gelagert worden. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar steht der russische Oligarch wegen seiner Nähe zu Putin auf der Sanktionsliste der EU. Laut Gesetz hätte er ein gesamtes Vermögen in Deutschland melden müssen – auch die Kunstschätze. Dies sei jedoch nicht geschehen.

Wie die "Tagesschau" berichtet, habe ein Sprecher des Oligarchen auf Anfrage mitgeteilt, dass die Bilder nicht Usmanow gehören und deshalb auch von ihm nicht hätten angezeigt werden müssen. Auch, dass ihm die Jacht gehöre, hatte er zuvor abgestritten.

Ermittlungen gegen Usmanow wegen Vermögen am Tegernsee

Im Oktober waren Fahnder bei einer Razzia am Tegernsee in einem Haus von Usmanow vermeintlich auf einen größeren Kunstschatz gestoßen. In der Villa hatten sie neben Kunstwerken auch Fabergé-Eier entdeckt, die sich allerdings als "nicht echt" entpuppten. Das teilte die Staatsanwaltschaft München auf Nachfrage von t-online mit. Dennoch gehen die Behörden davon aus, dass die kunstvollen Eier einen nicht unerheblichen Wert haben. Daher seien sie weiterhin strafrechtlich relevant.

Eine Villa des russischen Oligarchen Alischer Usmanov am Ringsee in Rottach-Egern (Archivbild).
Eine Villa des russischen Oligarchen Alischer Usmanow am Ringsee in Rottach-Egern. (Quelle: Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago images)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem wegen möglicher Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz gegen Usmanow. Und auch der Verdacht der Geldwäsche und Steuerhinterziehung gegen den kremlnahen Oligarchen besteht. Usmanov soll mehr als 555 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.

Die Fahnder gehen davon aus, dass Usmanow über Jahre seinen Wohnsitz in Rottach-Egern hatte. Wenn dem so wäre, wäre er dort auch steuerpflichtig gewesen. Gezahlt habe er jedoch nicht. Es handelt sich dabei laut "Spiegel" um eines der größten Steuerstrafverfahren gegen eine Einzelperson in der deutschen Kriminalgeschichte.

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Verwendete Quellen
  • NDR: "Die Kunst der Oligarchen - Fahndung nach russischen Vermögen"
  • SZ: "Sanktionen: Chagall an Bord"
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Von Anna Bytom
EUHamburger HafenWladimir Putin

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