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Klinikbetreiber streicht Kassenpatienten die Butter

Von t-online, mkr

Aktualisiert am 24.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Patientin nimmt im Krankenbett eine Mahlzeit zu sich (Symbolbild): Aus Kostengründen wird bei Asklepios gespart.
Patientin nimmt im Krankenbett eine Mahlzeit zu sich (Symbolbild): Aus Kostengründen wird bei Asklepios gespart. (Quelle: Jochen Tack/imago images)
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Kulinarische Höhepunkte gibt es im Krankenhaus nur selten. In den Hamburger Kliniken von Asklepios wird nun jedoch nicht nur am Geschmack gespart.

Der Gesundheitskonzern will Geld sparen: Wegen der Inflation und gestiegener Preise wird gesetzlich Versicherten in den Asklepios-Kliniken in Hamburg seit Ende Dezember nur noch Margarine zum Frühstück oder Abendbrot serviert. Der Genuss der Butter ist Privatpatienten und Selbstzahlern vorbehalten, bestätigte der Konzern t-online. Alle anderen bekommen Butter nur noch "auf Nachfrage und mit etwas Vorlauf". Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

"Angesichts gestiegener Einkaufs-, Logistik- und Personalkosten in der für die Speiseversorgung zuständigen Tochtergesellschaft sind Einsparungen unvermeidlich. Da geht es uns nicht besser als anderen Branchen oder auch Privathaushalten", erklärte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz auf Anfrage.

Asklepios kann gestiegene Preise nicht an Patienten weitergeben

Der Einkaufspreis für den bisherigen Standard Joghurt-Butter habe sich laut dem Sprecher mehr als verdoppelt. Durch den Umstieg auf das pflanzliche Streichfett ließen sich an den Hamburger Asklepios-Standorten den Angaben zufolge 330.000 Euro pro Jahr sparen. Laut Daten des Statistischen Bundesamts kostete Butter im vergangenen Dezember 39,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Insgesamt würden die zusätzlichen Ausgaben durch die gestiegenen Kosten im Bereich der Speisenversorgung bei jährlich 2,6 Millionen Euro liegen. Die höheren Preise könne man, anders als ein Einzelhändler oder Dienstleiter, nicht an seine Kunden – also die Patienten – weitergeben.

"Wir müssen trotz erheblich gestiegener Ausgaben mit den vorhandenen Pauschalen auskommen, erhalten bislang auch keinen Inflationsausgleich", erklärte Eberenz. Die medizinische Versorgung bleibe von den Kosteneinsparungen unberührt.

Butter oder Margarine? "Geschmackssache"

Laut "Abendblatt" gebe es gerade bei älteren Menschen Kritik – schließlich zeugte die Butter nach dem Zweiten Weltkrieg von Wohlstand. "Auch wenn Butter von vielen Menschen als geschmacklich attraktiver als Margarine empfunden wird – Butter bleibt eine Geschmacksache", argumentiert der Asklepios-Sprecher. Ob Butter oder Margarine, sei "für den medizinischen Behandlungsprozess und den Genesungserfolg nicht von Relevanz". Margarine sei reicher an gesunden, ungesättigten Fettsäuren.

An anderen Standorten von Asklepios gelte die Sparmaßnahme nicht, versicherte Eberenz. Sei der Umstellung habe es keine negativen Rückmeldungen oder Beschwerden von Patienten gegeben. Die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Alternativen nehme seit Jahren zu. Laut "Lebensmittel Zeitung" kauften wegen der "historisch hohen Butterpreise" zuletzt zunehmend mehr Menschen das pflanzliche Streichfett.

Sparmaßnahme gilt nur in Hamburg

Asklepios ist nach eigenen Angaben einer der größten privaten Klinikbetreiber in Deutschland und betreibt insgesamt rund 170 Einrichtungen in 14 Bundesländern, allein in Hamburg gibt es sieben Akutkliniken und eine Rehaklinik. An den Hamburger Standorten gebe es täglich eine Auswahl an 21 Mittagsgerichten, zum Frühstück und Abendbrot könne aus jeweils fünf Varianten gewählt werden.

Wie aus einer Unternehmensmitteilung für das dritte Quartal 2022 hervorgeht, erzielte der Konzern zwischen Januar und September einen Gewinn von 104,9 Millionen Euro – rund 5,7 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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Verwendete Quellen
  • Schriftliche Anfrage an die Asklepios Kliniken
  • abendblatt.de: "Asklepios nimmt Kassenpatienten buchstäblich die Butter vom Brot" (kostenpflichtig)
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