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"Letzte Generation" greifen Peter Tschentscher an: Mann wird abgeführt


Klimaaktivisten gehen Tschentscher an – Tumulte

Von t-online, gda

Aktualisiert am 04.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, spricht: Am Montagabend musste eine Veranstaltung abgesagt werden.Vergrößern des BildesHamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, spricht: Am Montagabend musste eine Veranstaltung abgesagt werden. (Quelle: Chris Emil Janssen/imago images)
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Laute Zwischenrufe, entrollte Plakate und letztlich ein Platzverweis. Aktivisten der "Letzten Generation" haben einen Abend mit Hamburgs Bürgermeister gesprengt.

Klimaaktivisten der "Letzten Generation" haben am Montagabend eine SPD-Veranstaltung mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher gestört. Ein Reporter vor Ort berichtet, dass eine Person von der Polizei aus dem Saal geführt wurde. Der Mann habe einen Platzverweis erhalten, erfuhr t-online von der Polizei.

Dem Reporter zufolge sei Tschentscher auf der Bühne von lauten Zwischenrufen aus dem Publikum gestört worden. Darunter sei der Vater einer Aktivistin gewesen, die sich derzeit in Präventivhaft befindet. Er soll von einer "unverhältnismäßigen Haftstrafe unter folterähnlichen Bedingungen" gesprochen haben.

Tschentscher: "So können wir nicht miteinander umgehen"

Tschentscher habe sich auf die Konfrontation nicht einlassen wollen. Er soll gesagt haben: "So können wir in einem demokratischen Gemeinwesen nicht miteinander umgehen. Ich bin auch fest überzeugt, dass es nicht dem Klimaschutz dient, was da passiert."

Die SPD Hamburg bestätigte t-online den Vorfall. Die Veranstaltung sei aber nicht, wie zunächst berichtet, abgebrochen worden. Nach der Podiumsdiskussion habe der Bürgermeister sich noch Fragen der Gäste gestellt. Auf Bildern ist zu sehen, wie Tschentscher wohl auch dem Vater der Aktivistin ins Gespräch kam.

Klimaaktivisten entrollen auch Banner und stören Veranstaltung

"In einer Demokratie kann und darf es dabei auch kontrovers zugehen. Jeder Versuch der gezielten Störung von Veranstaltungen und die Nötigung gewählter Vertreter sind jedoch keine Grundlage für einen respektvollen Umgang miteinander", erklärte die Landesvorsitzende der SPD, Melanie Leonhard, in einer Pressemitteilung.

Als er sich weiter seinem eigentlichen Thema habe zuwenden wollen, hätten mehrere Personen im Publikum Banner entrollt. Auf dem Banner wurde auf Artikel 20a des Grundgesetzes verweisen, der den Umweltschutz "in Verantwortung für die künftigen Generationen" als Staatsziel festlegt.

Mann tritt auf Bühne und wird überwältigt

Daraufhin soll ein Mann auf die Bühne getreten und von Sicherheitskräften gestoppt worden sein. Es sei zu einem Handgemenge gekommen, ein Monitor umgefallen und der Mann von der Polizei abgeführt worden. Die Polizei erklärte auf Anfrage, der Mann habe wild gestikuliert und nicht auf eine verbale Ansprache regiert. Beim Abführen habe er Widerstand geleistet. Laut Reporter habe der Mann vermitteln wollen und soll nicht zur "Letzten Generation" gehören.

Die Polizei konnte zur Anwesenheit der Klimaaktivisten selbst nichts sagen. Bei dem Bürgerdialog seien rund 130 Personen anwesend gewesen.

Verwendete Quellen
  • Reporter von vor Ort
  • Anfrage an die Polizei Hamburg
  • Anfrage an die SPD Hamburg
  • Pressemitteilung der SPD Hamburg vom 4. April 2023
  • gesetze-im-internet.de: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 20a
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