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Mücken vergraulen Urlauber auf Sylt: Rantum ist perfekte Brutstätte


Ein Ort stark betroffen
"Wir sind geflüchtet": Wo Sylt-Urlauber mit einer Mückenplage kämpfen

Von t-online, kg

Aktualisiert am 18.08.2023Lesedauer: 2 Min.
Strandkörbe auf dem Strand bei Rantum: Touristen auf Sylt stören sich an vielen Mücken.Vergrößern des BildesStrandkörbe auf dem Strand bei Rantum: Touristen auf Sylt stören sich an vielen Mücken. (Quelle: Action Pictures/imago-images-bilder)
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Der feuchte Sommer sorgt für eine Mückenplage – auch auf der Insel Sylt. Vor allem ein Ort scheint betroffen zu sein.

Wer in den kommenden Tagen in den Sylt-Urlaub startet, sollte sich noch mit Mückenspray eindecken. Denn der feuchtwarme Sommer mit den vielen Niederschlägen hat auch auf der Nordseeinsel dafür gesorgt, dass die Zahl der Mücken explodiert ist.

In einer Sylt-Facebook-Gruppe geben sich Urlauber Tipps, wo es besonders schlimm ist. So schreibt Lydia B. : "Wir waren 10 Tage. 9 Tage alles gut. Am letzten Tag wurden wir so zerstochen. Jeder 15 Stiche." Auch Alexander S. stimmt zu: "Ist dieses Jahr durch die vielen Niederschläge echt heftig, besonders wenn es windstill ist." Einige User schreiben, dass sie bereits im Juli auf der Insel waren und auch vollkommen zerstochen wurden. "Es ist schlimm", schreibt eine Userin. "Sind reingeflüchtet gerade."

Doch diese Mückenstiche sind nicht nur ärgerlich, sie können auch gesundheitlich Folgen haben. So schreibt eine Userin: "Wir sind gerade wieder heim und mussten zeitweise Antiallergikumtabletten plus Salbe mit Cortison anwenden. Die Stiche waren dermaßen groß und heiß und habe höllisch gejuckt. Und wir hatten viele."

Mückenplage in Rantum

Vor allem ein Ort scheint in diesem Jahr ein wahres Mücken-Eldorado zu sein: Rantum. Grund dafür könnte das nördlich vom Ort gelegene Rantum-Becken sein, ein Brackwassersee, der für die Mücken eine perfekte Brutstätte darstellt. Dort können sie sich geschützt hervorragend vermehren. "Komm nach Rantum und du wirst kein Körperteil finden, was nicht gestochen ist", schreibt Ramona G. dazu. Sarah A. ergänzt: "Also ich finde, die sind dieses Jahr heftig. Mein Mann ist total zerstochen und selbst ich, [die] eigentlich nie gestochen wird, hab schon mehrere Stiche. Aber muss dazu sagen, dass wir nahe am Rantumbecken im Wohnwagen sind."

Auch das Robert Koch-Institut warnt wie in den Vorjahren vor Mücken und damit einhergehend vor Krankheiten. Denn Mücken können Krankheiten durch Stiche übertragen. "Seit mindestens 2018 zirkuliert in Ostdeutschland saisonal das von heimischen Stechmücken übertragene West-Nil-Virus (WNV) zwischen Stechmücken und Vögeln, wobei Menschen und Pferde gelegentlich als Fehlwirte infiziert werden", schreibt das RKI in einer Mitteilung. "Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 13 autochthone Fälle von WNV-Infektionen übermittelt." Außerdem breite sich die Asiatische Tigermücke immer weiter aus. "Sie kann grundsätzlich exotische saisonale Krankheitserreger wie das Chikungunya-, Dengue- oder Zika-Virus auf Menschen übertragen, wenn sie diese Viren zuvor von infizierten Reiserückkehrenden aus Endemiegebieten aufgenommen hat", so das RKI.

Die gute Nachricht: Nicht alle Sylt-Urlauber wurden zerstochen. Einige berichten, dass sie sich schon monatelang auf der Insel aufhalten - und noch nicht gestochen wurden.

Verwendete Quellen
  • facebook.com: Sylt
  • rki.de: Saison stechmückenübertragener Krankheitserreger beginnt, 1. Juni 2023
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