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Föhr: Großinvestor plant Neubau auf Insel – Bewohner sind unzufrieden


"Insel verliert ihren Charme"
Großinvestor plant Neubau auf Föhr – Insulaner in Sorge

Von t-online, stk

Aktualisiert am 24.11.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 166326607Vergrößern des BildesSüdstrand von Wyk auf der Insel Föhr (Archivfoto): Der Ort zählt etwa 4.400 Einwohner. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Angela to Roxel/imago)
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Es rumort auf der Insel Föhr. Ein Investor vom nicht weit entfernten Sylt will ein neues Wohn- und Geschäftshaus bauen. Einheimische sorgen sich.

Kommt mit dem Neubau an prominenter Stelle in Wyk auf der Insel Föhr nun neues Leben in den Ort oder herrschen bald Sylter Verhältnisse? Darüber wird seit Bekanntwerden des Projekts "Hüs Halligluk" ausgiebig diskutiert. Vor allem Einheimische und Stammgäste der Insel sind sich uneins, was der Bau mit der Insel machen könnte. Die einen meinen, solch ein Objekt würde nur die Superreichen anziehen und die Insel auf kurz oder lang ihren Charme verlieren. Andere sehen große Chancen, würde doch eine "Schmuddelecke" aufgewertet.

Konkret geht es um das "Hüs Halligluk", das dort, wo einst das Café "No. 1" stand, errichtet werden soll. Die Planungen zum Neubau am Sandwall 1 sind bereits weit fortgeschritten, das ehemalige Gebäude wurde schon abgerissen, dem neuen Objekt steht auch rein formell nichts mehr im Weg – die Stadt hat den Neubau schon vor einiger Zeit genehmigt.

Wohnungen mit Meerblick und Fahrstuhl

Entstehen soll auf dem Areal künftig ein Gebäude mit insgesamt vier Wohnungen – Meerblick und Fahrstuhl inklusive. Im Erdgeschoss, darüber berichtete t-online bereits im Mai dieses Jahres, soll zudem das erste "Gosch"-Restaurant der Insel entstehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Doch weder mit dem geplanten Restaurant noch mit dem Gebäude an sich können einige Insulaner etwas anfangen. Im Gegenteil: In Facebook-Gruppen wird über das Vorhaben ausgiebig gestritten. Eine Nutzerin meint, ihr "geliebtes" Föhr würde "versylten" – also nach und nach zu einer Insel der Superreichen werden. "Darüber bin ich sehr traurig", heißt es dazu von einer weiteren Nutzerin.

Verliert die Insel nun ihren Charme?

Andere User sind der Auffassung, die Insel würde durch Großinvestoren ihren Charme verlieren und Föhr brauche Projekte wie diese nicht. Auch das geplante "Gosch"-Restaurant sei unnütz. Wer den Fisch zu gehobenen Preisen kaufen wolle, könne ja nach Sylt fahren. Dort gibt es immerhin zehn Lokale der Kette, ein elftes Restaurant hatte im Mai Insolvenz anmelden müssen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Doch es gibt auch andere Meinungen: So finden andere Nutzer, insbesondere das geplante Restaurant könne zu einer Entlastung der anderen Lokale führen. Gerade in der Hauptsaison bekommen Gäste kaum einen Platz in den verhältnismäßig wenigen Gastronomiebetrieben der Insel. Wie die "SHZ" berichtet, sind für das Restaurant immerhin 75 Innen- und 100 Außenplätze vorgesehen. Das Gesamtprojekt, hinter dem das Unternehmen "König Project" steckt, soll 2025 fertiggestellt sein.

Verwendete Quellen
  • wirinsulaner.de: ""Gosch"-Restaurant und vier Wohnungen"
  • shz.de: "Föhr: Abriss-Arbeiten für Gosch-Standort haben begonnen" (kostenpflichtig)
  • facebook.com: Gruppe "Insel-Bote - Nachrichten für Föhr und Amrum"
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