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"Mom-Fluencer": Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Influencer-Marketing


Kritik an Empfehlungen
Verbraucherzentrale Hamburg warnt Eltern – Influencer im Fokus

Von t-online, nh

29.05.2024Lesedauer: 2 Min.
imago 91212149Vergrößern des BildesInfluencerin Kisu (Archivfoto): Auch eine ihrer Empfehlungen steht bei der Verbraucherzentrale Hamburg in der Kritik. (Quelle: imago)
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Zu süß, zu teuer, zu viele Vitamine: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich Empfehlungen von Influencern angeschaut. Jetzt hagelt es Kritik.

In den sozialen Medien geben Familien-Influencer Einblick in ihren Alltag mit Kindern – dafür geraten sie immer wieder in die Kritik. Jetzt widmet sich auch die Verbraucherzentrale Hamburg den Internet-Berühmtheiten und warnt. Denn: Deren Produktempfehlungen für Kinder seien oft nicht so gesund sind, wie sie vermarktet würden.

Insgesamt 13 Produkte hat die Verbraucherzentrale Hamburg überprüft. Darunter etwa gefriergetrockneten Erdbeeren der Marke Buah. Das Fazit klingt vernichtend. Denn die verarbeiteten Früchte seien zehnmal kalorien- und zuckerreicher als frische Erdbeeren mit insgesamt 47 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Empfohlen wurden diese etwa von der Influencerin "traumjob.mama".

Preisschock: 250 Euro pro Kilo

Abgesehen vom hohen Zuckergehalt stuft die Verbraucherzentrale außerdem den Preis der beworbenen Erdbeeren als "exorbitant hoch" ein. Der Grundpreis liegt bei rund 250 Euro pro Kilogramm.

Neben dem hohen Zuckergehalt stehen auch Produkte mit Süßungsmitteln in der Kritik. Die Begründung: Sie würden bei Kindern "falsche Geschmackspräferenzen" setzen, könnten eine Insulinresistenz begünstigen und hätten einen negativen Einfluss auf die Darmflora. Frühstücksflocken von Habbys mit Maltitsirup seien dennoch als Familienessen angepriesen worden – so etwa von der Influencerin Kisu.

Hamburger Influencerin bewirbt Kindermilch mit Vitaminen

Als dritter Kritikpunkt führt die Verbraucherzentrale Produkte auf, die mit Vitaminen angereichert werden. Also etwa Nahrungsergänzungsmittel. Diese gibt es mittlerweile als Fruchtgummis etwa in Form von Dinos und Hundepfoten zu kaufen. Die Verbraucherzentrale schreibt hierzu deutlich: "Kinder sollten ohne ärztliche Empfehlung keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen."

Weiter heißt es, man sehe auch sogenannte Kindermilch kritisch, die mit Vitaminen angereichert wird. Nina Bott habe etwa haltbar gemachte Magermilch mit Vitaminzusatz für Kinder beworben. Diese sei laut der Hamburger Influencerin "praktisch, lecker, klein". Kleinkinder sollten jedoch vor allem Wasser trinken, rät die Verbraucherzentrale. "Wenn Milch, dann bitte frische Milch und keine hoch verarbeitete, haltbar gemachte und mit Vitaminen angereicherte Milch."

Die Verbraucherzentrale warnt in ihrem Fazit davor, dass Influencer insbesondere die emotionale Ebene nutzen, um das Kaufverhalten ihrer Follower zu beeinflussen. Botschaften würden oftmals eindringlich und glaubwürdig wirken. Die Verbraucherzentrale fordert strengere Kontrollen und Regelungen für Werbung im Bereich Kinderlebensmittel. Produkte, die nicht für Kinder geeignet seien, sollten nicht beworben werden dürfen.

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